OpenBSD/sparc
OpenBSD/sparc läuft auf den meisten der 32-Bit-Sun-SPARC-Workstations,
einschließlich der sun4-, sun4c- und sun4m-Architekturfamilien
(aber nicht auf den 64-Bit-UltraSPARC-Computern, die von
OpenBSD/sparc64 unterstützt werden).
Eine Mailingliste für die OpenBSD/sparc- und
OpenBSD/sparc64-Portierungen ist unter
sparc@openbsd.org erreichbar.
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mit dem Inhalt »subscribe sparc« an
majordomo@openbsd.org.
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Inhaltsverzeichnis
Geschichte:
Die originale 4.4BSD-Portierung wurde von Chris Torek als Vertragsarbeit
für den LBL gemacht.
Der Quelltext wurde von Chris Mitte 1993 veröffentlicht und Theo de Raadt hat
ihn für NetBSD angepasst.
Theo und Markus Wild arbeiteten daran, Chris' original SunOS-Kompatibilitätscode
in eine vollständige und hochgradig zuverlässige Emulation umzuwandeln.
Chuck Cranor portierte den sun4c-Quelltext auf die Sun4-Architektur (die
8 KB Seitengrößen hatte) und Theo fügte seinen Quelltext so ein, dass es
möglich war, die selben Kernel und Programme sowohl auf sun4c- als auch
auf sun4-Maschinen laufen zu lassen (im Gegensatz zu Suns verschiedenen
Kernelumgebungen).
Diese letzte Änderung erforderte auch ein Neuschreiben des
Gerätekonfigurations-Quelltextes.
Kurz nach dem Erscheinen von NetBSD/sparc 1.0 schrieb Peter Galbavy einen
ESP-SCSI-Gerätetreiber, der als Ersatz für Chris' sparc-spezifischen Quelltext
diente.
An diesem Punkt enstand ein Konflikt zwischen Theo und den Leuten, mit
denen er das NetBSD-Projekt gestartet hatte, und Theo wurde von den
anderen Mitgliedern der Kerngruppe gezwungen, NetBSD zu verlassen.
Nachdem Theo NetBSD verlassen hatte, taten andere Leute etwas für die
Portierung:
Paul Kranenburg portierte einen Diskettentreiber und begann an der
Unterstützung für die 4/400 zu arbeiten.
Chuck hat viele Stunden an der Unterstützung für die ie-, xy- und
xd-Gerätetreiber gearbeitet.
Theo führte die Arbeit unabhängig davon fort und entwickelte ein paar
Zusätze: P4-Unterstützung, flexible Systemstart-Strategie, ein paar
Grafiktreiber mit der Hilfe von John Stone und jede Menge
Fehlerkorrekturen.
Das Portieren von OpenBSD/sparc auf die sun4m-Plattform wurde von Theo
begonnen, aber es tauchten Probleme mit Sehnenscheidenentzündungen an
den Handgelenken auf und dazu kamen die Probleme mit der Kerngruppe von NetBSD,
wodurch er die Arbeit beenden musste.
Die anfängliche sun4m-Arbeit wurde an Aaron Brown aus Harvard abgegeben, der
aus Margo Seltzers Forschungsgeldern bezahlt wurde.
Dieses anfängliche Material bestand hauptsächlich aus einigen Versuchen, eine
pmap-Struktur zu erzeugen, die alle drei MMU-Typen effizient benutzen konnte.
Außerdem war David Mille vom UltraLinux-Projekt etwas beteiligt.
Theo und Jason Downs fügten den NetBSD/sparc-Quelltext wieder in OpenBSD
ein, sodass OpenBSD/sparc wieder benutzbar wurde.
Jason Wright schrieb einige neue SBus-Ethernet-Treiber mit Informationen vom
UltraLinux-Projekt und fügte ein paar Dinge aus den NetBSD-Quellen
hinzu, um die Stabilität dieser Architektur zu verbessern.
Über die Zeit korrigierte Art Grabowski verschiedene Stabilitäts- und
Zuverlässigkeitsprobleme und fügte nicht ausführbaren »stack« und
»heap« zu den sun4m-Maschinen hinzu.
Der Framebuffer und der Konsolenquelltext wurde für OpenBSD 3.2 komplett
überarbeitet, was in besserer Anzeigegeschwindigkeit mit einigen Framebuffern
und Unterstützung für mehr Karten mündete.
Und die Arbeit geht weiter ...
Momentaner Status:
Zurzeit startet die Hardware, die in der Sektion
unterstützte Hardware aufgelistet ist, in den
Mehrbenutzer-Modus und unterstützt genügend (wenn nicht sogar alle) der
on-board Geräte so gut, dass sie generell nutzbar sind.
Eine wachsende Anzahl SBus-Karten von Drittanbietern werden ebenfalls
unterstützt.
Das X Fenstersystem funktioniert auf allen unterstützten Framebuffern,
einschließlich Multi-head-Konfigurationen.
Beschleunigte Server werden zurzeit keine zur Verfügung gestellt,
jedoch wird an ihnen gearbeitet.
Ein wichtiger Punkt hinsichtlich OpenBSD/sparc ist, dass es so
konstruiert wurde, dass ein einzelner Kernel auf
ALLEN UNTERSTÜTZTEN SPARC-Maschinen funktioniert.
Wo SunOS und Solaris immer separate »Kernelarchitekturen« hatten, also
sun4, sun4c und sun4m, läuft der selbe »GENERIC« OpenBSD-Kernel auf
allen unterstützten Modellen.
Die meisten Probleme mit OpenBSD/sparc kommen vermutlich eher aus der
breiten Menge SPARC-Prozessoren und Cache-Implementierungen,
zusammen mit ihren undokumentierten Fehlern, als aus den allgemeinen
Kernelproblemen.
Feedback darüber, welche Maschinen zuverlässig arbeiten und welche nicht, wird
immer benötigt, insbesondere von neueren Modellen oder Upgrades.
Projekte (in keiner bestimmten Reihenfolge):
- Unterstützung von Mehrprozessor-Systemen.
- Treiber für weitere nicht unterstützte Geräte schreiben (Audio,
Framebuffer ...).
- Stelle einen beschleunigten X-Server für die cgsix-Framebuffer bereit.
- Nützliche NetBSD-Arbeit einbinden.
Unterstützte Hardware:
Unterstützte Maschinen
- sun4: die VME-Serie
- 4/100: Original-SPARC mit VME. Viele Hardwarefehler.
- 4/200: Eine ziemlich annehmbare Nur-VME-Maschine
- 4/300: Eine 25-MHz-VME-Maschine mit vielen Geräten direkt
auf dem Mainboard. In anderen Teilen ähnelt sie sehr der
SS1+.
- sun4c:
- SS1: Die Original-20-MHz-sun4c.
(Hardwarebeschränkungen verhindern das Funktionieren der
SBus-DMA-Geräte in einigen der Slots).
- SS1+: 25-MHz-Version von der Maschine oben.
(Hardwarebeschränkungen verhindern das Funktionieren der
SBus-DMA-Geräte in einigen der Slots).
- IPC: SS1+ in einem Würfel, mit eingebauter bwtwo-Grafik
- SLC: SS1+ eingebaut in einem Schwarz-Weiß-Monitor
- SS2: 40-MHz-Version der SS1
- IPX: SS2 in einem Würfel, mit eingebauter cgsix-Grafik
- ELC: SS2-Performance eingebaut in einem Schwarz-Weiß-Monitor
- sun4e:
- SPARCengine 1e: eine 6U VME Kreuzung aus einer sun4 und einer sun4c,
ähnlich einer Sun 4/300 mit einer OpenPROM-Schnittstelle.
- sun4m:
- 600MP: Die original Sun4m-Maschine.
Dies ist eine mbus-Maschine mit SBus- und VME-Bussen.
- LC: 50 MHz MicroSPARC-1 basierte Maschine (aka Classic)
- LX: LC mit ein paar mehr Geräten
- SS4: Preiswertere Version der SS5, erhältlich mit 70 und 110 MHz
- SS5: MicroSPARC-2 basierte Maschinen verfügbar in 60-, 70-,
85- und 110-MHz-Versionen
- SS5: TurboSPARC-CPUs in beschleunigten SS5-Maschinen, die mit 170 MHz laufen
- SS10: Pizzabox-mbus-basierte Maschine
- SS20: Verbesserte Pizzabox-mbus-basierte Maschine
- Sun Voyager
Die folgenden SPARC-Klone werden ebenfalls unterstützt: (keine
vollständige Liste)
- Aries Research Inc, Parrot II (SS2 Klon)
- Axil 243 und 245 (und vermutlich andere Modelle) (SS5-Klone)
- Axil 320 (SS20-Klon)
- CPU5V: VME-Card von Force Computer (sun4m)
- DTKstation/Classic+
- Fujitsu S-4/Leia2 (MicroSPARC-2-Laptop)
- Goldstar GWS-40 (SS2-Klon)
- Opus 5000 (SS1-Klon)
- Opus 5250 (SS1-Klon)
- RDI BriteLite
- RDI PowerLite: sun4m-Modelle, verfügbar mit 50, 85 und 110 MHz
- Solair WS19L (SS10-Klon)
- SPARCbook 3GX, 3GS und 3XP von Tadpole (MicroSPARC-2 Laptops)
- Tatung micro COMPstation 5 (SS5-Klon)
- Tatung micro COMPstation LX (LX-Klon)
- Tatung TWS, SuperCOMPstation-20S (SS20-Klon)
- Transtec SS5/170
Unterstützte Geräte
Diese Liste an Geräten sagt als Grundlage aus, dass alle
»Standard«-sun4c- oder -sun4m-»sparcstation«- oder
-»sparcserver«-Maschinen wahrscheinlich funktionieren; bei
sun4-Maschinen muss man vorsichtiger sein.
- Mbus-CPU-Module
- SM30: 30 oder 36 MHz SuperSPARC ohne secondary cache
- SM40: 40 MHz SuperSPARC ohne secondary cache
- SM41: 40 MHz SuperSPARC mit 1 MB secondary cache
- SM50: 50 MHz SuperSPARC ohne seconary cache
- SM51: 50 MHz SuperSPARC mit 1 MB secondary cache
- SM51-2: 50 MHz SuperSPARC mit 2 MB secondary cache
- SM61: 60 MHz SuperSPARC mit 1 MB secondary cache
- SM61-2: 60 MHz SuperSPARC mit 2 MB secondary cache
- SM71: 75 MHz SuperSPARC mit 1 MB secondary cache
- SM81: 85 MHz SuperSPARC mit 1 MB secondary cache
- SM81-2: 85 MHz SuperSPARC mit 2 MB secondary cache
- SM100: dual 40 MHz Cypress 7C605 mit 64 KB primary cache
- Ross HyperSPARC RT620/RT625 bei 90 MHz, mit 256 KB primary cache
- Ross HyperSPARC RT620/RT625 bei 125 MHz, mit 256 KB primary cache
- Ross HyperSPARC RT620/RT625 bei 150 MHz, mit 512 KB primary cache
- Ross HyperSPARC RT620/RT625 bei 166 MHz, mit 512 KB primary cache
- Ross HyperSPARC RT620/RT625 bei 180 MHz, mit 512 KB primary cache
- Sun-Tastatur und -Maus
- Type-2-, -3-, -4- und -5-Tastaturen mit verschiedenen Layouts
(zskbd)
- Diskettenlaufwerke
- sun4c- und sun4m-Diskettenlaufwerk
- Serielle Schnittstellen
- ttya und ttyb on-board serielle Schnittstellen
(zs)
(können bei Bedarf als Konsole eingesetzt werden)
- 4/300 ttyc und ttyd onboard serielle Schnittstellen
(zs)
- SBus-magma-serielle-Schnittstellen-Karten, einschließlich: 4Sp, 8Sp, 12Sp, 16Sp, LC2+1Sp,
2+1Sp, 4+1Sp, 8+2Sp und 2+1HS Sp.
(magma)
- SBus serielle/parallele Schnittstellen (SUNW,spif, 501-1931)
(spif)
- Audiounterstützung
- on-board Audiounterstützung für Systeme mit AMD79C30-8-Bit-Audiochips
(das schließt auch sun4c-Modelle, SPARCclassic und 600MP mit ein)
(audioamd)
- SUNW, CS4231-16-Bit-Audiochips, die es in der SPARCstation 4/5 gibt
(audiocs)
- Framebuffer
- SBus und sun4c/sun4m on-board Video:
- bwtwo - schwarz-weiß
- cgthree - 8-Bit-Farbtiefe, nicht beschleunigt
Der cgthree-Treiber unterstützt auch den cgRDI, einen On-Board
cgthree-ähnlichen Framebuffer, der in einigen Laptops gefunden werden kann.
- cgsix - 8-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (GX, GX+, TGX, TGX+)
Dies sollte mit fast allen treu gebliebenen
Emulationen/Klonen des SBus cgsix funktionieren.
- cgtwelve - 24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (aber der Treiber unterstützt keine Hardwarebeschleunigung)
- cgfourteen - 8- or 24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (aber der Treiber unterstützt keine Hardwarebeschleunigung)
- Fujitsu AG-10e
(agten)
- 24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (bisher nur unbeschleunigter
8-Bit-Modus)
- Parallax XVideo und PowerVideo
(tvtwo)
- 24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (aber der Treiber unterstützt keine
Hardwarebeschleunigung)
- RasterFlex family
(rfx)
- 8/24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (bisher nur im unbeschleunigten
8-Bit-Modus unterstützt)
- Southland Media Systems MGX and MGXPlus (mgx)
- 24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt (bisher nur im unbeschleunigten
8-Bit-Modus unterstützt)
- tcx - 8- or 24-Bit-Farbtiefe, beschleunigt
- Vigra VS10, VS11 und VS12 SBus Framebuffer - 8-Bit-Farbtiefe, nicht beschleunigt, wahlweise VGA- und Sun-kompatible Videomodi
- Weitek Power9000 (pninek) - vorfindbar in Tadpole SPARCbook 3 (8-Bit-Farbtiefe, beschleunigt)
- Weitek Power9100 (pnozz) - vorfindbar in Tadpole SPARCbook 3GS, 3GX, 3TX und 3XP (8, 16 or 32-Bit-Farbtiefe, beschleunigt)
- ZX
(aka Leo) - 8- or 24-Bit-Farbtiefe, ,overlay planes',
,double-buffered', 3D-Beschleunigung *
- 4/200 on-board bwtwo
- P4 video (4/100 und 4/300):
- bwtwo - schwarz-weiß
- cgthree - 8-Bit-Farbtiefe, nicht beschleunigt
- cgfour - 8-Bit-Farbtiefe, 1-Bit-Overlay, nicht beschleunigt
- cgsix - 8-Bit-Farbtiefe, beschleunigt
- cgeight - 24-Bit-Farbtiefe, 1-Bit-Overlay, nicht beschleunigt
- VME video (sun4):
- cgtwo - 8-Bit-Farbtiefe, nicht beschleunigt
- cgthree - 8-Bit-Farbtiefe, nicht beschleunigt
- cgsix - 8-Bit-Farbtiefe, beschleunigt
- Ethernetadapter
- on-board AMD Lance Ethernet (le)
- SBus AMD Lance Ethernet cards (le)
- SBus-Karten, die AMD Lance
(le)
und SCSI
(esp beinhalten)
- on-board Intel 82586 Ethernet 4/100 und 4/200 (ie)
- VME Intel 82586 Ethernetkarten (ie)
- SBus 10/100Mbit qec+be vorfindbar auf Sun FastEthernetkarten (SUNW,501-2450)
(aka. Sun Fast Ethernet 1.x) (be)
- SBus Quad 10Mbit qec+qe vorfindbar auf Sun Quad Ethernetkarten (SUNW,501-2062) (qe)
- SBus 10/100Mbit hme Ethernetkarten (hme)
*
- SBus 10/100Mbit SunSwift SUNW,fas Ethernet+SCSI Karten (hme)
*
- SBus Quad 10/100Mbit hme and qfe Ethernetkarten
(aka. Sun Quad Fast Ethernet 2.x) (hme)
*
- SBus Gigabit Ethernet 1.0/1.1 (ti)
*
- SBus Gigabit Ethernet 2.0 (gem)
*
- SCSI-Controller
- On-Board SCSI-Controller (sun4c, sun4e, sun4m, und 4/300) (esp)
- SBus SCSI-Controller (Funktioniert auch mit einigen kompatiblen
Boards von Drittanbietern) (esp)
- SBus-Karten, die AMD Lance und SCSI enthalten (esp)
- SBus SUNW,fas Ethernet+SCSI-Karten (esp)
*
- VME "SUN-3"/"si" SCSI-Controller (Interrupt-betriebener DMA) (si)
- 4/110 "SCSI Weird" on-board Controller (,polled' DMA) (sw)
- QSP/ISP SCSI-Controller (z. B. "PTI,ptisp", "ptisp", "SUNW,isp" und "QLGC,isp") (isp)
- SMD- und andere Disk-Controller
- Xylogics 7053 VME SMD Disk-Controller (xd)
- Xylogics 450/451 VME SMD Disk-Controller (xy)
- PC-Karten (PCMCIA)
- PCMCIA-Controller:
- SBus PCMCIA-Bridge (stp)
- Tadpole PCMCIA-Controller (tslot)
- WaveLAN/IEEE, PRISM 2-3 und Spectrum24 IEEE 802.11b PCMCIA-/Compact-Flash-Adapter (wi)
- NE2000-basierte Ethernet-Adapter(ne)
- 3Com EtherLink (ep) LAN PC-Karten
- Verschiedenes
- SBus Expansion Subsystem (SUNW,xbox) (xbox)
- Force FGA5000 VME/SBus Bridge (fga)
- Force system configuration registers (scf)
- Force flash memory (flash)
- Tadpole Microcontroller (power/system control) (tctrl)
- Prestoserve NVRAM SBus-Karten (begrenzte Unterstützung) (presto)
* Wird aufgrund von PROM-Beschränkungen
auf sun4c- und sun4e-Typ Maschinen nicht unterstützt.
Nicht unterstützte Maschinen
- sun4: 4/400 (fehlt der I/O-Cache und hat Ethernetprobleme)
- sun4d-Maschinen:
- SPARC Server 1000
- SPARC Center 2000
Diese Maschinen verwenden den XD-Bus statt dem M-Bus für ihre
CPUs, welcher bisher nicht unterstützt ist.
- JavaStation-NC (fehlt Unterstützung für den PCI-Bus dieser Maschine)
- sun4u: UltraSPARC-64-Bit-Maschinen. Die meisten von diesen werden durch
die OpenBSD/sparc64-Portierung unterstützt.
- Solbourne-Maschinen: diese Maschinen sind recht unterschiedlich
und einige werden durch Prozessorfehler geplagt. Ein paar von ihnen werden durch
die OpenBSD/solbourne-Portierung unterstützt.
- Tadpole SPARCbook 1, LC und 2: diese Maschinen verwenden recht
ungewöhnliche Komponenten und haben keinen Sun-kompatiblen PROM.
Nicht unterstützte Geräte
Zuerst sei gesagt, dass es VIELE nicht unterstützte Geräte gibt.
Eine vollständige Liste kann vermutlich nicht geschrieben werden.
- Serielle Karten
- VME mti 16-Port serielle Karte
- VME alm2 16-Port serielle Karte
- VME mcp 4-Port serielle Karte (oder ist es 8-Port?)
- Disk-Controller
- VME "sc" SCSI-Controller
- VME IPI-Controller
- VME "xt" Bandlaufwerk-Controller
- Frame-Buffer
- VME cgfive, 8-Bit-Farbtiefe, 1-Bit-Overlay, double-buffered,
unbeschleunigt ohne GP/GP2
- VME cgnine, 24-bit-Farbtiefe, 1-Bit-Overlay, double-buffered,
unbeschleunigt ohne GP/GP2
- VME GP/GP2 Graphik-Prozessor (betreibt einen cgfive oder cgnine)
- SBus cgeight 24-bit-Farbtiefe, unbeschleunigt
(Hinweis: SBus cgeight unterscheidet sich recht deutlich vom VME/P4 cgeight)
- SBus GT, 24-Bit-Farbtiefe, 8-Bit-Farbtiefe, Overlay-,planes',
double-buffered, 3D-Beschleunigung (aka Graphics Tower)
- On-board Audio und ISDN
Dies ist in einigen sun4m Systemen vorhanden (LX, LC, SPARCstation 10/20).
- Mehrprozessor/Module in sun4m-Systemen
OpenBSD startet zurzeit nicht auf einigen Maschinen mit mehreren
Prozessoren. Ist dies der Fall, müssen die zusätzlichen CPUs entfernt werden.
- SBus SUNW,bpp (parallele Schnittstelle)
Ein Treiber existiert im Quelltextbaum, aber er funktioniert nicht.
Keiner der Entwickler hat Drucker oder Kabel um damit zu arbeiten, um
es zum Laufen zu bringen, aber andererseits wäre es uns lieber, einen
korrigierter Treiber zu bekommen.
- SBus FDDI-Karten
- Andere als die oben genannten SBus-Karten ...
Hardware-Dokumentation:
Vor 2007 war es extrem schwierig bis unmöglich, die notwendige
Hardware-Dokumentation für diese Maschinen zu erhalten.
Mitglieder aus unserem Team (speziell David Gwynne) waren maßgeblich daran
beteiligt, Sun unter Druck zu setzen und dazu zu überreden, in ihren Archiven
zu graben und die Datenblätter zu suchen, die sie intern verfasst haben, um
ihren Ingenieuren die Arbeitsweise ihrer Chips zu erklären.
Diese Dokumente sind nun unter
http://wikis.sun.com/display/FOSSdocs/Home verfügbar.
Es fehlen immer noch ein paar Dokumente auf der Seite, darum möchten wir
interessierte Entwickler bitten, Sun zu kontaktieren und zusätzliche
Informationen anzufordern.
OpenBSD/sparc beziehen und installieren:
Das aktuellste unterstützte OpenBSD/sparc-Release ist
OpenBSD 5.2.
Hier sind die
OpenBSD/sparc 5.2-Installationsanleitungen.
Schnappschüsse werden von Zeit zu Zeit zur Verfügung gestellt, und zwar sowohl
hier
als auch auf ein paar Spiegelservern.
Hier sind ebenfalls die
OpenBSD/sparc Schnappschuss-Installationsanleitungen.
Es werden mehrere Installationsmedien bereitgestellt, sodass
OpenBSD/sparc per CD, Disketten-Systemstartabbildern auf sun4c und sun4m,
»miniroot«-Abbilder für Maschinen ohne Diskettenlaufwerk (und
sun4-Maschinen) sowie per Netzwerk- und plattenlose Installationen
installiert werden kann.
- Systemstart von CD
Das Starten von CD bietet ein kleines ffs-Dateisystem mit einem
GENERIC-Kernel mit Treibern für alle unterstützten Geräte, die auf
einer SPARC-Maschine vorgefunden werden können.
Für die aktuellste Liste an verfügbaren Treibern auf diesem Abbild wirf
einen Blick auf die Kernelkonfigurationsdatei.
GENERIC.
Die CD kann vom OpenPROM-Prompt aus mit folgendem Kommando gestartet werden:
boot cdrom 5.2/sparc/bsd.rd
- Diskette (floppy52.fs)
Das Starten von Diskette bietet ein kleines ffs-Dateisystem mit einem
Kernel, der die Treiber für die am weitesten verbreiten Geräte hat, die
man in SPARC-Maschinen finden kann.
Für die aktuellste Liste an verfügbaren Treibern auf diesem Abbild werfe
einen Blick in die
RAMDISK-Kernelkonfigurationsdatei.
Die Diskette kann vom OpenPROM-Prompt aus mit folgendem Kommando gestartet werden:
boot floppy
- Miniroot (miniroot52.fs)
Das »miniroot« bietet die gleiche Installationsumgebung wie die
startbare CD und ist für ein einfaches »bootstrap« gedacht, wenn
bereits ein Betriebssystem auf der Maschine installiert ist.
Nach dem Kopieren des »miniroot« auf die primäre Swap-Partition mit
dd, kann das ,miniroot' vom OpenPROM-Prompt mit einem Kommando wie
dem Folgendem gestartet werden:
boot disk:b
(die Zielplatte kann anders sein, abhängig von der gewählten Swap-Partition).
- Systemstart über das Netzwerk (boot.net, bsd.rd)
Unter Verwendung eines plattenlosen Setups ist es ebenfalls möglich,
den OpenBSD/sparc-Systemstarter boot.net vom Netzwerk via ftp
zu starten und auf das bsd.rd »standalone miniroot« über
NFS zuzugreifen.
Berufe dich auf die
diskless(8)-Handbuchseite für weitere Details, wie die
Netzwerk-Systemstartumgebung aufgebaut werden muss.
www@openbsd.org
$OpenBSD: sparc.html,v 1.95 2012/11/24 07:34:37 ajacoutot Exp $