Das OpenBSD-Release 4.3:
Wurde am 1. Mai 2008 veröffentlicht
Copyright 1997-2008, Theo de Raadt.
ISBN 978-0-9784475-1-9
4.3-Lied: »Home to Hypocrisy«
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man aktualisiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Um die Dateien von diesem Release zu beziehen:
- Bestelle eine CD-ROM über unser
Bestellsystem.
- Sieh dir die Informationen auf der FTP-Seite
an, wenn du eine Liste der Spiegelserver sehen willst.
- Geh in das Verzeichnis pub/OpenBSD/4.3/
auf einem der Spiegelserver.
- Überfliege den Rest dieser Seite.
- Schau dir die 4.3-Errataseite an, um
eine Liste der Fehlerkorrekturen und Workarounds zu erhalten.
- Lies dir das
detaillierte Protokoll der
Änderungen zwischen dem 4.2- und dem 4.3-Release durch.
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen
können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz,
sys.tar.gz und xenocara.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien,
die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die
benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen,
sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Was es Neues gibt
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und
Teilsystemen, die in OpenBSD 4.3 integriert wurden. Eine vollständige
Liste findet sich im Changelog, das zu 4.3
führt.
- Neue/Erweiterte Plattformen:
- OpenBSD/sparc64
SMP-Unterstützung. Das sollte auf allen unterstützten Systemen
funktionieren, mit Ausnahme der Sun Enterprise 10000.
- OpenBSD/hppa
Server der K-Klasse wie zum Beispiel K200 und K4100 werden nun
unterstützt.
- OpenBSD/mvme88k
SMP-Unterstützung auf MVME188- und MVME188A-Systemen.
88110-Prozessoren und MVME197LE/SP/DP-Boards werden nun unterstützt.
- OpenBSD/sgi
Beinhaltet viele neue Treiber; der Treiber benötigt jedoch eine
wichtige Erratakorrektur.
- Verbesserte Hardwareunterstützung, einschließlich:
- Der
bge(4)-Treiber
unterstützt nun BCM5906/BCM5906M-10/100- und
BCM5755-10/100/Gigabit-Ethernetgeräte.
- Der
cas(4)-Treiber
unterstützt nun Cassini+-10/100/Gigabit-Ethernetgeräte.
- Der
em(4)-Treiber
unterstützt nun ICH9-10/100- und 10/100/Gigabit-Ethernetgeräte.
- Der
gem(4)-Treiber
unterstützt nun das onboard 1000base-SX-Interface auf dem Sun Fire-V880-Server.
- Der
ixgb(4)-Treiber
unterstützt nun Sun 10Gb-PCI-X-Ethernetgeräte.
- Der
msk(4)-Treiber
unterstützt nun Yukon-FE+-10/100- und
Yukon-Supreme-10/100/Gigabit-Ethernetgeräte.
- Der
nfe(4)-Treiber
unterstützt nun MCP73-, MCP77- und MCP79-10/100/Gigabit-Ethernetgeräte.
- Der
ral(4)-Treiber
unterstützt nun RT2800-basierte Wirelessnetzwerkgeräte.
- Der
cmpci(4)-Treiber
unterstützt nun CMI8768-basierte Audioadapter.
- Der
it(4)-Treiber
unterstützt nun ITE-IT8705F/8712F/8716F/8718F/8726F- und
SiS-SiS950r-ICs. Die Watchdogtimer-Funktion wurde hinzugefügt.
- Der
mfi(4)-Treiber
unterstützt nun Dell-CERC6/PERC6- und LSI-SAS1078-RAID-Controller.
- Der
viapm(4)-Treiber
unterstützt nun die VIA-VT8237S-Southbridge-SMBus-Controller.
- Unterstützung für »hotplugging« von ExpressCards wurde hinzugefügt.
- Neuer
amdpcib(4)-Treiber
für die AMD-8111-Serien LPC-Bridge und den Timecounter auf amd64.
- Neuer
pctr(4)-Treiber
für CPU-Performancecounter auf amd64.
- Neuer
bwi(4)-Treiber
für the Broadcom-AirForce-IEEE-802.11b/g-Wirelessnetzwerkgeräte.
- Neuer
envy(4)-Treiber
für VIA-Envy24-Audiogeräte.
- Neuer
et(4)-Treiber
für Agere/LSI-ET1310-10/100/Gigabit-Ethernetgeräte.
- Neuer
etphy(4)-Treiber
für Agere/LSI-ET1011-TruePHY-Gigabit-Ethernet-PHY.
- Neuer
amdpcib(4)-Treiber
für AMD-8111-Serien LPC-Bridge und Timecounter auf i386.
- Neuer
glxpcib(4)-Treiber
für AMD-CS5536-PCI-ISA-Bridge mit Timecounter, Watchdogtimer und GPIO
auf i386.
- Neuer
iwn(4)-Treiber
für the Intel-Wireless-WiFi-Link-4965AGN-IEEE-802.11a/b/g/Draft-N-Wirelessnetzwerkgeräte.
- Neue
msts(4)-Linediscipline,
um die Meinberg-Standard-Time-String-Geräte anzusprechen, womit ein
Timedelta-Sensor realisiert werden kann.
- Neuer
gbe(4)-Treiber
für SGI-Graphics-Back-End (GBE) Frame-Buffer auf sgi.
- Neuer
mkbc(4)-Treiber
für den Moosehead-PS/2-Controller auf sgi.
- Neuer
power(4)-Treiber
für den Anschaltknopf auf sgi.
- Neuer
ecadc(4)-Treiber
für the Environmental-Monitoring-Subsystem-Temperatursensor auf sparc64.
- Neuer
tda(4)-Treiber
für den Lüfterkontroller auf Sun-Blade-1000/2000, wodurch diese
Maschinen viel leiser werden.
- Neuer
spdmem(4)-Treiber
gibt Auskunft zu den Speichermodulen an.
- Neuer
thmc(4)-Treiber
für die TI-THMC50-, Analog-ADM1022/1028-Temperatursensoren.
- Neuer
uchcom(4)-Treiber
für the WinChipHead-CH341/340-basierten USB-Serialadapter.
- Neuer
umbg(4)-Treiber
für die Meinberg-Funkuhren USB5131, um einen Timedelta-Sensor
realisieren zu können.
- Neuer
upgt(4)-Treiber
für Conexant/Intersil-PrismGT-SoftMAC-USB-IEEE-802.11b/g-Wirelessnetzwerkgeräte.
- Neuer
wbng(4)-Treiber
für die Winbond-W83793G-Temperatur-, Spannungs- und Lüftersensoren.
- Neuer
wbsio(4)-Treiber
für Winbond-LPC-Super-I/O-ICs.
- Neuer
adl(4)-Treiber
für die Andigilog-aSC7621-Temperatur-, Spannungs- und Lüftersensoren.
- Der
siop(4)-Treiber
unterstützt nun den (Nicht-PCI) NCR 53c720/700 im Bigendian-Modus.
- Neuer
lmn(4)-Treiber
für den National-Semiconductor-LM93-Sensor.
- Neue Werkzeuge:
- snmpd(8),
implementiert das Simple Network Management Protocol.
- Das
snmpctl(8)-Programm
steuert den SNMP-Daemon.
- Das
pcidump(8)-Werkzeug
zeigt die Geräteadresse, den Hersteller und den Produktnamen eines
PCI-Gerätes an.
- ldattach(8)
wird verwendet, um eine Linediscipline an eine serielle Schnittstelle
anzuwenden, sodass im Kernel die empfangenen oder gesendeten Daten
verarbeitet werden können.
- Neue Funktionalität:
- eeprom(8)
ist nun in der Lage, den OpenPROM-Gerätebaum auf Systemen anzuzeigen,
die über einen solchen verfügen.
- Unterstützung für X11 auf sgi wurde hinzugefügt.
- Die periodischen
security(8)-Reports
enthalten nun Paketänderungen.
- Der
cmpci(4)-Treiber
unterstützt nun Multichannel-Audioplayback, wenn die Hardware diese
unterstützt.
- Der
auvia(4)-Treiber
unterstützt nun Multichannel-Audioplayback, wenn die Hardware diese
unterstützt.
- Der
auich(4)-Treiber
unterstützt nun sowohl die Aufnahme von einem Mikrofon als auch
Vollduplex-Modus.
- Der
eso(4)-Treiber
unterstützt nun sowohl Aufnahmen als auch Vollduplex-Modus.
- Die FFS-Schicht kann 64-Bit-Plattenblockadressen vollständig
verarbeiten. Das bedeutet, dass Platten, Partitionen und Dateisysteme
größer als 2 TB unterstützt werden - mit Ausnahme von statfs(2) und
Quotas.
- DMA ist nun für 1-Sektor-Geräte wie Flashspeicher aktiviert, wodurch
signifikante Geschwindigkeitsverbesserungen ermöglicht wurden.
- Sparc- und Sparc64-Disklabels ermöglichen nun automatische Erkennung
von ext2fs-Partitionen.
- Dateisysteme auf einem USB-Geräte werden nun automatisch ungemountet,
wenn das Gerät abgezogen wird.
- Die Konfiguration von
carp(4)-Lastverteilung wurde nun deutlich vereinfacht.
- fstab(5)-Einträge, die auf nicht vorhandene Mountpunkte verweisen,
werden nun ignoriert. Damit werden nun nachfolgende Einträge verarbeitet.
- Zusätzliche Konfigurationsdateien können nun in
pf.conf(5) eingebunden werden.
- sppp(4) hat nun IPv6-Unterstützung.
- ipsec.conf(5) unterstützt für AES nun Schlüsselgrößen von 192 und
256 Bit.
- Verschiedene Verbesserungen und Quelltextbereinigung:
- Verbesserte Unterstützung für ein
lkm(4)-Subsystem
auf amd64.
- ossaudio(3)
erfuhr einige Fehlerkorrekturen und Verbesserungen; darunter fällt auch
eine verbesserte Aufnahme- und Vollduplex-Unterstützung.
- audio(4)
erfuhr einige Fehlerkorrekturen und Verbesserungen; darunter fällt auch
eine verbesserte Aufnahme- und Vollduplex-Unterstützung.
- make(1)
wurde einer großen Überarbeitung unterzogen, insbesondere um parallele
Builds zu unterstützen. Parallele Builds werden nun genauso wie
sequentielle Builds abgearbeitet und die Kommandoausgaben sind besser
lesbar. Ein Großteil des Quelltextbaums (xenocara) und einige Portierungen werden
nun mit
make -j richtig übersetzt.
- rcs-Werkzeuge
wurden verbessert und Fehler behoben.
- RTM_VERSION wurde erhöht, sodass alle Routingnachrichten verändert
werden könnten, um zusätzliche Felder oder aufkommende
Netzwerkfunktionalitäten einfügen zu können.
- sendbug(1)
hat strikteres Kommentarparsing, damit Diffs weiterhin angewandt werden
können.
-
umass(4)-Geräte entdecken nicht länger falsche LUNs.
- USB
st(4)-Geräte können sich nun erfolgreich abmelden.
- Weitere von der Norm abweichende umass-Geräte wurden aufgenommen.
-
svnd(4)-Devices funktionieren nun mit Blockdevices.
-
disklabel(8) erkennt nun NTFS-Partitionen.
-
raidctl(8) verarbeitet nun Leerstellen am Zeilenende in
Konfigurationsdateien richtig.
- mt(1) ruft kein Panic mehr hervor, wenn das »rewoffl«-Kommando
verarbeitet wird.
- raid(4)-Devices hängen nicht länger, wenn Komponenten während des
Bootvorgangs gesucht werden.
- sd(4)-Devices empfangen keine störenden SYNCHRONIZE-CACHE-Kommandos,
die bei einiger Hardware für Verwirrung sorgte.
- sd(4) gibt nicht länger an, dass SYNCHRONIZE-CACHE-Kommandos 16 Byte
lang wären, wenn sie in Wirklichkeit 10 Byte lang sind. Einige Geräte
nahmen das zu wörtlich.
- dhcpd(8) sendet nun immer Pakete, die kleiner oder gleich der
minimalen IP-MTU sind.
- Der Modus -E in disklabel(8) ermöglicht kein manuelles Editieren der »c«-Partition,
die immer für die gesamte Platte steht.
- Der Modus -E in disklabel(8) ermöglicht keine Änderung des CPG-Wertes einer
Partition.
- Das Kommando »r« im Modus -E in disklabel(8) gibt nun die Liste aller freien Plätze der Platte aus.
- Der Modus -E in disklabel(8) ermöglicht es nicht länger, den FS_BOOT- und
FS_UNUSED-Partitionen beliebige Größen zuzuweisen.
- Im bge(4)-Treiber wurden Probleme beim Empfang von riesigen Frames
behoben.
- Viele gefährliche vorzeichenlose Vergleiche mit -1 wurden entfernt,
die bei der Ergebnisprüfung von read- und write-Aufrufen auftraten.
- Das neue M_ZERO-Flag für malloc(9) ersetzt nun viele malloc+bzero/memset-Kombinationen,
wodurch eine Anzahl Fehler in Speicherallokierungen behoben und die Größe
des Kernels reduziert wurde.
- dhcpd(8) erstellt nun korrekte Antwortpakete, welche die
Überlaufpuffer nutzen, um Optionen zu speichern.
- SCSI-Treiber sind in MP-Maschinen deutlich zuverlässiger, da ein
besseres Locking in der Kommandodurchführung genutzt wird.
- TCP-Antworten auf stark fragmentierte Pakete werden nun erstellt,
ohne eine Korruption des Kernelspeichers zu riskieren.
- Sockets erlauben nun 4095 Multicast-Gruppenmitgliedschaften.
- Änderungen während der Installation und des Upgrades:
- Alle Plattformen unterstützten nun serielle Konsolen während der
Installation.
- Die Geschwindigkeit von seriellen Konsolen wird nun erkannt und
entsprechende /etc/ttys-Einträge automatisch erstellt.
- OpenBSD/vax verfügt nun auch über beide
Installations-ISO-CD-Images.
- DNS-Serveradressen werden beim Neustart einer Installation wieder
als Standardauswahlmöglichkeit angegeben.
- OpenBSD/sgi kann nun über die Glassconsole
installiert werden.
- OpenBGPD 4.3:
- Richtige Handhabung von Prefixes, die eine Routingschleife
hervorrufen könnten.
- bgpctls
detaillierte RIB-Ausgabe zeigt zusätzliche Attribute wie erweiterte
Communitys oder die Cluster-ID-Liste.
- OpenNTPD 4.3:
- Verarbeitet IP-Änderungen der Clients höflicher.
- Peer- und Sensorstatus werden über syslog aufgezeichnet, wenn der
Großteil schlecht ist oder ein SIGINFO-Signal empfangen wurde.
- Erlaubt die Angabe eines Offsets des Timesensors, die einen
systematischen Fehler aufweisen.
- OpenOSPFD 4.3:
- Unterstützung für Equalcost-Multipath - vergiss nicht, die richtigen
Sysctls zu setzen.
- Parser und Kommandozeilenoptionen sind nun mit bgpd identisch.
- relayd 4.3:
- hoststated(8)
und hoststatectl(8)
wurden in
relayd(8) und
relayctl(8)
umbenannt.
- Verbesserte
relayd.conf(5)-Konfigurationsgrammatik.
- Erlaube Versenden von SNMP-Traps via
snmpd(8)
wenn sich der Hoststatus ändert.
- Verbesserte Unterstützung von URL-Filtern und Protokollaktionen.
- Unterstützung von UDP-basiertem DNS-Relaying mit zufälligen Request-IDs.
- Verschiedene Fehlerkorrekturen, Optimierungen und Aufräumarbeiten.
- Verbesserte »reload«-Unterstützung.
- OpenSSH 4.8:
- Neue Funktionalitäten:
- chroot(2)-Unterstützung
für sshd(8)
wurde hinzugefügt, gesteuert über die neue Option
"ChrootDirectory". Bitte lies
sshd_config(5)
für mehr Informationen und
benutze dieses Feature behutsam.
- sftp-server(8)
ist nun ein fester Bestandteil von
sshd(8).
Der interne sftp-Server wird benutzt, wenn der
»internal-sftp«-Befehl in einer Subsystem-
oder ForceCommand-Deklaration verwendet wird. In Verbindung mit
ChrootDirectory benötigt der interne sftp-Server keine
spezielle Konfiguration für die Dateien in der chroot-Umgebung.
Bitte lies sshd_config(5)
für mehr Informationen.
- Eine Protokollerweiterungsmethode »posix-rename@openssh.com«
wurde dem
sftp-server(8)
hinzugefügt, um POSIX-»atomic rename()«-Operationen durchzuführen.
- Die feste Grenze von 100 Dateihandles des
sftp-server(8)
wurde entfernt. Der Server stellt nun dynamisch so viele Handles
bereit, wie Dateideskriptoren vorhanden sind.
- ssh(1)
überspringt nun die Erstellung von flüchtigen
SSH-Protokoll-1-Serverschlüsseln im inetd-Modus und falls
Protokoll-2-Verbindungen hergestellt werden. Dies verbessert die
Geschwindigkeit von Verbindungen zu inetd-Modus-Servern, die auch
Protokoll 1 erlauben.
- Erlaube die PermitRootLogin-Anweisungen in einem
sshd_config(5)-Match-Block.
Dies erlaubt beispielsweise das Zulassen von root-Logins nur aus
dem lokalen Netz.
- sftp(1)
»Argumentsplitting« und »Escaping« wurde überarbeitet für bessere
interne Konsistenz (d. h. zwischen sftp-Befehlen) und mehr
Konsistenz mit sh(1). Beachte, dass dadurch die Interpretation einiger
»quoted Strings« verändert wird - besonders von solchen mit
eingebetteten Backslash-Escapesequenzen.
- Unterstützung von "Banner=none" in
sshd_config(5),
um das Senden von Bannern vor dem Login zu deaktivieren
(d. h. in einem Match-Block).
- ssh(1)
ProxyCommands werden nun von $SHELL ausgeführt anstatt
von /bin/sh.
- ssh(1)'s
ConnectTimeout-Option wird nun sowohl auf die
TCP-Verbindung als auch auf den SSH-Banneraustausch angewandt
(bisher betraf dies nur die TCP-Verbindung).
Das erlaubt den Aufrufern von
ssh(1)
die Erkennung und Behandlung von hängen gebliebenen Servern zu
verbessern, die zwar TCP-Verbindungen akzeptieren aber nicht mit
dem Protokoll fortfahren. Des Weiteren ist ConnectTimeout
nun nützlich für Verbindungen Über ProxyCommand.
- Viele neue Regressiontests, einschließlich »interop tests«
gegen PuTTYs plink.
- Die folgenden einschlägigen Fehler wurden in diesem Release
behoben:
- SSH2_MSG_UNIMPLEMENTED-Pakete haben die keepalive-Logik nicht
korrekt zurückgesetzt, was zu Verbindungsabbrüchen bei Servern
führte, die nicht explizit »keepalive@openssh.com«
implementierten.
- ssh(1)
benutzte den veralteten SIG-DNS-RRtype für DNS-Hostkeys,
anstatt den aktuellen Standard-RRSIG zu verwenden.
- Lasse ACKs richtig verschwinden wenn ein
sftp(1)-Uploadwrite auf halbem Weg scheitert.
Verhindert fatal()-Exits, denn dies ist eine Bedingung, die
wiederherstellbar ist.
- Ankündigung fester Paketgrößen. Bisher kündigten TCP- und
Agentweiterleitung fälschlich die Kanalfenstergröße als Paketgröße
an, was unter einigen Bedingungen fatale Fehler hervorrief.
- Noch viel mehr Fehlerbereinigungen. Bitte lies die
Release Notes.
- Über 4900 Portierungen, kleinere Verbesserungen der Robustheit der
Paketwerkzeuge.
- Viele fertige Pakete für jede Architektur:
- i386: 4782
- sparc64: 4613
- alpha: 4233
- sh: 2046
|
- amd64: 4708
- powerpc: 4634
- sparc: 3159
- m68k: 830
|
- arm: 3377
- hppa: 3971
- vax: 296
- mips64: 1897
| |
Einige Besonderheiten:
- Gnome 2.20.3.
- GNUstep 1.14.2.
- KDE 3.5.8.
- Mozilla Firefox 2.0.0.12.
- Mozilla Thunderbird 2.0.0.12.
- MySQL 5.0.51a.
- OpenMotif 2.3.0.
- OpenOffice.org 2.3.1.
- PostgreSQL 8.2.6.
- Xfce 4.4.2.
- Wie üblich weitergehende Verbesserungen in den Handbuchseiten und
anderer Dokumentation.
- Im System enthalten sind die folgenden großen Komponenten von
externen Anbietern:
- Xenocara (basiert auf X.Org 7.3 + Korrekturroutinen, freetype 2.3.5,
fontconfig 2.4.2, Mesa 7.0.2, xterm 232 und vielem mehr)
- Gcc 2.95.3
(+ Korrekturroutinen) und 3.3.5
(+ Korrekturroutinen)
- Perl 5.8.8 (+ Korrekturroutinen)
- unsere eigene verbesserte und sicherere Version des Apache 1.3 mit
SSL/TLS und DSO-Unterstützung
- OpenSSL 0.9.7j (+ Korrekturroutinen)
- Groff 1.15
- Sendmail 8.14.1 mit libmilter
- Bind 9.4.2 (+ Korrekturroutinen)
- Lynx 2.8.5rel.4 mit HTTPS- und IPv6-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- Sudo 1.6.9p12
- Ncurses 5.2
- Latest KAME IPv6
- Heimdal 0.7.2 (+ Korrekturroutinen)
- Arla 0.35.7
- Binutils 2.15 (+ Korrekturroutinen)
- Gdb 6.3 (+ Korrekturroutinen)
Wie man installiert:
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein
CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation
zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen
anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt
belassen, so dass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen
wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Bitte lies die folgenden Dateien auf den drei CD-ROMs oder auf einem
FTP-Spiegelserver für ausführliche Details, wie du OpenBSD 4.3 auf deiner
Maschine installierst:
- CD1:4.3/i386/INSTALL.i386
- CD2:4.3/amd64/INSTALL.amd64
- CD2:4.3/macppc/INSTALL.macppc
- CD3:4.3/sparc64/INSTALL.sparc64
- FTP:.../OpenBSD/4.3/alpha/INSTALL.alpha
- FTP:.../OpenBSD/4.3/armish/INSTALL.armish
- FTP:.../OpenBSD/4.3/hp300/INSTALL.hp300
- FTP:.../OpenBSD/4.3/hppa/INSTALL.hppa
- FTP:.../OpenBSD/4.3/landisk/INSTALL.landisk
- FTP:.../OpenBSD/4.3/mac68k/INSTALL.mac68k
- FTP:.../OpenBSD/4.3/mvme68k/INSTALL.mvme68k
- FTP:.../OpenBSD/4.3/mvme88k/INSTALL.mvme88k
- FTP:.../OpenBSD/4.3/sgi/INSTALL.sgi
- FTP:.../OpenBSD/4.3/sparc/INSTALL.sparc
- FTP:.../OpenBSD/4.3/vax/INSTALL.vax
- FTP:.../OpenBSD/4.3/zaurus/INSTALL.zaurus
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD
und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der
Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende
INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
OpenBSD/i386:
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum, um das Booten von CD zu
aktivieren. Das OpenBSD/i386-Release befindet sich auf CD1. Wenn dein
BIOS das Booten von CD nicht unterstützt, brauchst du eine Bootdiskette,
mit der du dann installieren kannst. Um eine solche zu erstellen,
schreibe CD1:4.3/i386/floppy43.fs auf eine Diskette und boote vom
Diskettenlaufwerk.
Für eine breitere Unterstützung an SCSI-Controllern benutze stattdessen
CD1:4.3/i386/floppyB43.fs oder aber
CD1:4.3/i386/floppyC43.fs für bessere Laptopunterstützung
Wenn du weder von einer CD noch von Diskette booten kannst, kannst du
per Netzwerk installieren, indem du PXE benutzt, wie es in INSTALL.i386
beschrieben ist.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst,
solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Um eine Bootdiskette unter MS-DOS zu erstellen, benutze das Programm
,rawrite', das du unter CD1:/4.3/tools/rawrite.exe finden kannst.
Um eine Bootdiskette unter einem Unix-Betriebssystem zu erstellen,
benutze das Programm
dd(1).
Es folgt ein Beispielaufruf für
dd(1),
wobei das Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein könnte.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen. Für mehr Informationen über das
Erstellen einer Bootdiskette oder über das Installieren von OpenBSD/i386
sieh dir bitte FAQ4.1 an.
OpenBSD/amd64:
Das 4.3er Release von OpenBSD/amd64 befindet sich auf CD2. Boote von der
CD, um die Installation zu starten - du musst möglicherweise deine
BIOS-Einstellungen vorher anpassen.
Wenn du nicht von CD booten kannst, kannst du eine Bootdiskette
generieren, mit der installiert werden kann. Um das zu tun, schreibe
CD2:4.3/amd64/floppy43.fs auf eine Diskette und boote dann vom
Diskettenlaufwerk.
Wenn du weder von CD noch von Diskette booten kannst, kannst du über das
Netzwerk per PXE installieren, wie im INSTALL.amd64-Dokument beschrieben.
Wenn du vorhast, OpenBSD neben einem anderen Betriebssystem zu booten,
solltest du INSTALL.amd64 lesen.
OpenBSD/macppc:
Lege die CD2 in dein CD-ROM-Laufwerk und drücke die Taste C
während des Einschaltens bis der Bildschirm angeht und
OpenBSD/macppc boot anzeigt.
Alternativ kannst du am ,Open Firmware'-Prompt boot cd:,ofwboot
/4.3/macppc/bsd.rd eingeben.
OpenBSD/sparc64:
Lege die CD3 in dein CD-ROM-Laufwerk und gib boot cdrom ein.
Wenn das nicht klappt oder du kein CD-ROM-Laufwerk hast, kannst du
CD3:4.3/sparc64/floppy43.fs oder
CD3:4.3/sparc64/floppyB43.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette schreiben und diese mit boot floppy booten.
Greife auf INSTALL.sparc64 zurück, wenn du weitere Details brauchst.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Du kannst auch CD3:4.3/sparc64/miniroot43.fs auf die
Swap-Partition der Platte schreiben und mit boot disk:b booten.
Wenn nichts davon funktioniert, kannst du auch über das Netz booten, wie
in INSTALL.sparc64 beschrieben.
OpenBSD/alpha:
Schreibe FTP:4.3/alpha/floppy43.fs oder
FTP:4.3/alpha/floppyB43.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette und gib boot dva0 ein. Halte dich an die
Anweisungen in INSTALL.alpha für mehr Details.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE
DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
OpenBSD/armish:
Nachdem eine serielle Schnittstelle angeschlossen wurde, kann Thecus
direkt über das Netzwerk mit tftp oder http booten. Konfiguriere das
Netzwerk mit fconfig, starte neu und lade bsd.rd - lies INSTALL.armish
für weitere Details. IOData HDL-G kann nur von einer EXT-2-Partition
booten. Boote Linux und kopiere »boot« sowie bsd.rd in die erste
Partition auf wd0 (hda1), lade und führe bsd.rd aus, ohne wd0i (hda1),
die ext2fs-Partition, zu verändern. Weitere Details befinden sich im
NSTALL.armish-Dokument.
OpenBSD/hp300:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hp300
befolgst.
OpenBSD/hppa:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hppa oder
von der hppa-Plattformseite befolgst.
OpenBSD/landisk:
Schreibe CD3:4.3/landisk/miniroot43.fs an den Anfang der CF oder
der Festplatte und boote ganz normal.
OpenBSD/mac68k:
Boote MacOS wie immer und entpacke das Tool BSD/Mac68k-Booter
für die Mac-Seite von FTP:4.3/mac68k/utils auf deine Festplatte.
Konfiguriere den BSD/Mac68k-Booter mit dem Ort deines bsd.rd-Kernels
und boote den Installer. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.mac68k
für weitere Details zurück.
OpenBSD/mvme68k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME68K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme68k für mehr Details.
OpenBSD/mvme88k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
OpenBSD/sparc:
Das 4.3er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD3. Um von dieser
CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle
benutzen - je nach der Version deines ROMs.
ok boot cdrom 4.3/sparc/bsd.rd
oder
> b sd(0,6,0)4.3/sparc/bsd.rd
Wenn dein SPARC-System kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von
Diskette booten. Um das zu tun, schreibe
floppy43.fs auf eine Diskette. Für mehr Informationen siehe auch
FAQ4.1. Um von einer Diskette
zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen -
je nach der Version deines ROMs.
ok boot floppy
oder
> b fd()
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen.
Wenn dein SPARC-System weder über ein Diskettenlaufwerk noch über
ein CD-Laufwerk verfügt, kannst du entweder ein bootbares Band
erstellen oder über Netzwerk installieren, wie es in der
INSTALL.sparc-Datei beschrieben wird.
OpenBSD/sgi:
Brenne cd43.iso auf einen CD-Rohling, lege ihn in das CD-Laufwerk deines
Systems und wähle Install System Software im Systemwartungsmenü
aus.
Wenn deine Maschine nicht von CD booten kann, verwende einen
DHCP/tftp-Netzwerkserver und boote unter Verwendung von »bootp()/bsd.rd«.
Lies die Anleitung in INSTALL.sgi für weitere Details.
OpenBSD/vax:
Boote mittels mopbooting über das Netzwerk - wie in INSTALL.vax
beschrieben.
OpenBSD/zaurus:
Verwende den unter Linux eingebauten grafischen ,ipkg installer',
installiere das openbsd43_arm.ipk-Paket. Starte neu und führe es
aus. Lies INSTALL.zaurus für ein paar wichtige Details.
Anmerkungen zum Quelltext:
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src
beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in
einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu
entpacken:
# mkdir -p /usr/src
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei sys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys
beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um
einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/sys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch
Benutzen dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen
der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es hier
beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres
CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett neu erzeugen
müsste.
Wie man aktualisiert:
Wenn du bereits ein OpenBSD-4.2-System hast und keine Neuinstallation
machen willst, kannst du die
Upgradeanleitung benutzen,
die Anweisungen und Tipps dazu enthält.
Portierungsbaum
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungsbaums.
Um es zu entpacken:
# cd /usr
# tar xvfz /tmp/ports.tar.gz
# cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums
von OpenBSD.
Lies am besten die Portierungs-Seite, wenn du
noch nichts über Portierungen weißt.
Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur
dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu
ermöglichen.
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie
(siehe in der Handbuchseite von
cvs(1) nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierungen dar.
Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs
verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den
Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den
Baum mit diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_4_3
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und
des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines
Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete
erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 4.3 werden verfügbar
gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne eine weitere Portierung sehen willst, mithelfen willst oder
einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste
ports@openbsd.org abonnieren.
www@openbsd.org
$OpenBSD: 43.html,v 1.13 2012/04/19 23:56:49 ajacoutot Exp $