Das OpenBSD-Release 4.2:
Wurde am 1. November 2007 veröffentlicht
Copyright 1997-2007, Theo de Raadt.
ISBN 978-0-9784475-0-2
4.2-Lied: »100001 1010101«
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man aktualisiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Um die Dateien von diesem Release zu beziehen:
- Bestelle eine CD-ROM über unser
Bestellsystem.
- Sieh dir die Informationen auf der FTP-Seite
an, wenn du eine Liste der Spiegelserver sehen willst.
- Geh in das Verzeichnis pub/OpenBSD/4.2/
auf einem der Spiegelserver.
- Überfliege den Rest dieser Seite.
- Schau dir die 4.2-Errataseite an, um
eine Liste an Bugs und Workarounds zu erhalten.
- Lies dir das
detaillierte Protokoll der
Änderungen zwischen dem 4.1- und dem 4.2-Release durch.
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen
können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz,
sys.tar.gz und X11.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien,
die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die
benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen,
sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Was es Neues gibt
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und
Teilsystemen, die in OpenBSD 4.2 integriert wurden. Eine vollständige
Liste findet sich im Changelog, das zu 4.2
führt.
- Neue/Erweiterte Plattformen:
- OpenBSD/sparc64.
PCIe-UltraSPARC-IIIi-Maschinen wie V215 und V245 werden nun unterstützt.
- OpenBSD/hppa.
Vierstellige B-, C-, und J-Klasse-Maschinen wie die B2000, C3750,
oder J6750 werden nun im 32-Bit-Modus unterstützt.
- OpenBSD/alpha.
Die Alpha-Plattform wurde um die Unterstützung von einigen neuen
Alpha-Modellen, wie dem AlphaServer 1200 und 4100, erweitert.
- Plattformen, die in diesem Release ausgelassen wurden:
- OpenBSD/sgi.
Wegen diverser Probleme wird diese Architektur dieses Mal
nicht veröffentlicht.
- Verbesserte Hardwareunterstützung, einschließlich:
- Native Serial-ATA-Unterstützung:
- ahci(4)-Treiber
für SATA-Controller die konform zur »Advanced Host Controller
Interface«-Spezifikation sind.
- jmb(4)-Treiber
für JMicron JMB36x-SATA-II- und PATA-Host-Controller.
- sili(4)-Treiber
für SATA-Controller mit Silicon-Image-3124/3132/3531-SATALink-Chipsatz.
- Dem pciide(4)-Treiber
unterstützt nun neuere Chipsätze, einschließlich:
- Intel ICH8M PATA
- JMicron JMB36x PATA
- VIA CX700/VX700 PATA
- Der lm(4)-Treiber
unterstützt nun Winbond W83627DHG- und W83627EHF-A-Super-I/O-Hardware-Monitore.
- Der siop(4)-Treiber
unterstützt nun NCR-53C720/770-Controller im Big-Endian-Modus.
Das heißt, dass nun Onboard-Fast-Wide-SCSI auf vielen hppa-Maschinen unterstützt wird.
- Ein neuer Treiber tht(4)
für Tehuti Networks 10GB-Ethernet-Controller.
- Der
malo(4)-Treiber
unterstützt nun Marvell 88W8385-802.11g-basierte Compact-Flash-Gerate.
- Neuer
uts(4)-Treiber
für USB-Touchscreens und das
xtsscale(1)
Kalibrierungs-Utility.
- Der i810(4)-X.Org-Treiber
und der PCI-AGP-Treiber unterstützen nun Intel-i965GM-Chips.
- Neuer
led(4)-Treiber
für the Front-Panel-LEDs von V215/245.
- Neuer
bbc(4)-Treiber
der Unterstützung für BootBus-Controllers in UltraSparc-III-Systemen bereitstellt.
- Neuer
pmc(4)-Treiber für den
watchdog(4)-Timer auf dem National-Semiconductor-PC87317-SuperIO-Chip.
- Neuer
pyro(4)-Treiber
für die SPARC64-Host/PCIe-Bridge.
- Neuer
astro(4)-Treiber
für Astro-Memory- und I/O-Controller auf hppa.
- Neuer
elroy(4)-Treiber
für die Elroy-PCI-Hostbridge auf hppa.
- Neuer
lcd(4)-Treiber
für Front-Panel-LCD-Displays auf hppa.
- Neuer
ssio(4)-Treiber
für National Semiconductor PC87560-Legacy-IO auf hppa.
- Neuer
pxammc(4)-Treiber
für die MMC/SD/SDIO-Controller auf zaurus.
- Neuer
xlights(4)-Treiber
für Front-Panel-Lichter auf Xserve G4.
- Neuer
sysbutton(4)-Treiber
für System-Identifikations-Knöpfe auf Xserve G4.
- Neuer
piixpcib(4)-Treiber
für System-Management-Mode-initiierte Speedstep-Frequenzskalierung auf
bestimmten Kombinationen von Intel-PIIX4-ISA-Brücken und
Intel-Pentium-3-Prozessoren.
- CPU-Frequenz und -Spannung kann nun auf allen CPUs mit GENERIC.MP
auf einer Multiprozessormaschine (i386 oder AMD64) mit Enhanced
Speedstep oder Powernow eingestellt werden.
- Intel Enhanced Speedstep wird nun unter OpenBSD/amd64 unterstützt.
- Unterstützung für CPU-Temperatursensoren von
Intel-Core-Prozessoren.
- Der nvram(4)-Treiber
ist nun auch unter OpenBSD/amd64 verfügbar.
- Neue Werkzeuge:
- cwm(1)
ersetzt nun wm2 als einfach aussehenden, ressourcensparenden Windowmanager.
- zless(1),
betrachte komprimierte Dateien mit
less(1).
- mount_vnd(8),
ein Werkzeug um vnode-Festplatten in
fstab(5)
zu konfigurieren.
- Neue Funktionalität:
- FFS2, die aktualisierte Version des »fast file system«.
- ftp(1)
kann nun "Cookies" die aus Netscape-ähnlichen "Cookiejars" geladen werden, senden,
unterstützt Proxys, die ein Passwort benötigen und hat eine "keep-alive"-Option, um
zu aggressives Beenden von Kontrollverbindungen zu vermeiden.
- pkg_add(1)
wurde erheblich verbessert. Es ist viel robuster, gibt einheitlichere Fehlermeldungen aus
und kommt nun mit viel mehr Update-Szenarios zurecht. Es hat nun auch bessere Such-Fähigkeiten,
falls mehrere
PKG_PATH-Einträge vorhanden sind. Es hält bei dem ersten Verzeichnis,
welches einen passenden Kandidaten enthält.
- ftp-proxy(8)
kann nun automatisch Pakete markieren, die durch
pf(4)-Regel with a supplied name.
- "Kernel work queues",
workq_add_task(9),
workq_create(9),
workq_destroy(9)
stellen einen Mechanismus bereit, um Aufgaben zu verschieben wenn es
unmöglich ist diese im aktuellen Kontext laufen zu lassen.
- ifconfig(8)
versteht nun IP-Adressen/-Masken in der CIDR-Notation.
- Füge IP-(v4 und v6)-Loadbalancing zu
carp(4)
hinzu, ähnlich wie ARP-Balancing.
- sensorsd(8)
unterstützt nun Null-Konfigurations-Überwachung und hat intuitiveres Logging für alle Sensoren
die automatisch den Sensorenzustand bereitstellen. Es hat auch verbesserungen im Benutzerspezifizierten Monitoring
gegeben, einschließlich überwachung von Sensoren die regelmäßig als ungültig markiert werden.
- sensorsd.conf(5)
unterstützt nun Sensorenmatching durch den Sensorentyp, was die Konfiguration einfacher macht.
- Der i386-Bootloader kann nun amd64-Kernel laden.
- Der amd64-Bootloader kann nun i386-Kernel laden.
- Verschiedene Verbesserungen und Quelltextbereinigung:
- Massive Geschwindigkeitsverbesserungen des Netwerk-Stack, einschließlich:
- In pf werden Routingtabellen-IDs, Queue-IDs usw. direkt im
Paketheader-mbuf gespeichert anstatt mbuf-Tags zu verwenden (welche ge'malloc'den Speicher verwenden).
Das führt zu einer 100%igen Verbesserung der pf-Performance.
- Bei der Paketweiterleitung wird der IPSEC-Stack übersprungen, wenn kein IPSEC-Flow definiert ist.
Dies führt zu weiteren 5 % Verbesserung der Paketweiterleitungs-Performance.
- Überspringe TCP-/UDP-/ICMP-/ICMP6-Checksumming wenn es nicht benötigt wird.
Das bringt nochmal 10% mehr pf-Performance.
- Eine Veränderung in der Art und Weise wie der Kernel Zufallspool
gerührt(?) wird, steigert die stark Performance von Netzwerkkarten die
Interrupt-Mitigation unterstützen, besonders auf Architekturen, auf
denen das lesen der Uhr teuer ist (z. B. auf amd64).
- Aktiviere Interrupt-Holdoff auf
sis(4)-Chips
die dies unterstützen. Deutlicher Performancegewinn für langsamere CPUs
mit sis(4), wie z. B. Soekris.
- Unterstützung von großen (> 1 TB) Festplatten und Partitionen im Disklabel und Buffer Cache
Code und in den Userlandwerkzeugen, die Blöcke manipulieren. Beachte,
dass einige Komponenten im System noch nicht für 64-Bit-Plattenblöcke
ausgelegt sind, so dass Partitionen momentan nicht größer als 2
TB genutzt können.
- Große (> 2^32-1 Sektoren) SCSI-Plattengrößen werden nun
überprüft.
- Thread-Unterstützung für die Objective-C-Bibliothek (libobjc).
- Das Routehandling von carp wurde behoben, wodurch Probleme behoben wurden, die beim
Gebrauch des Routingdaemons auffielen.
- i386-TLB-Behandlung wurde verbessert um mögliche corruption auf Core2Duo-Prozessoren zu vermeiden.
- TLB-Shootdowncode wurde für i386 und amd64 überarbeitet, wodurch
recht große Geschwindigkeitszunahmen erzielt wurden.
- i386 und amd64 verwenden die BIOS-Festplatten-Geometrie wenn
Standarddisklabels erstellt werden.
- Die Standard-Festplattengeometrie wurde von 64 Köpfen pro 32 Sektoren
auf 255 Köpfe pro 63 Sektoren geändert.
- Weitere USB-Geräte mit verschiedenen Quirks nun funktionsfähig
- Archive/Wangtek-Cartridge-Bandlaufwerke (wt*) werden nicht länger
unterstützt.
- rcs
verfügt über bessere GNU-Kompatibilität.
- make(1)
verfügt über eine zuverlässigere -j-Option.
- isakmpd(8)
ermöglicht nun Schlüsselaustausch mit RSA-Signaturauthentifikation -
erforderlich für Zusammenarbeit mit Cisco-IOS.
- Interop-Probleme mit Peers in isakmpd(8)
behoben, die zum »Rekeying« auf Port 4500 für NAT-T führten (z. B.
Cisco, Openswan)
- Die Stabilität von OpenBSD/alpha wurde beachtlich
erhöht.
- Die Stabilität von OpenBSD/alpha wurde beachtlich
erhöht.
- Änderungen während der Installation und des Upgrades:
- Während der Installation kann ein NTP-Server angegeben werden.
- Während des Upgrades können saubere Nicht-Rootpartitionen mit fsck
überprüft werden.
- Such nach INSTALL.<arch>, um sicherzustellen, dass die Sets
für die richtige Architektur vorliegen.
- Erstelle und formatiere die MSDOS-Partition für
macppc-Installationen auf flexiblere und zuverlässigere Art und Weise.
- OpenBGPD 4.2:
- Unterstützung für vieroktet AS Number Space eingebunden.
- Erlaubt die Überprüfung der Communitys auf 0 im AS-Teil.
- Filtern über IPv6-Prefixe ist nun möglich.
- Verschiedene Bugs im Encoding der Multiprotokollupdates wurden
behoben.
- Erlaubt den Aufruf von pkill -HUP bgpd, um die Konfiguration
neuzuladen.
- bgpctl kann nun die Prefixausgabe der Community filtern.
- OpenNTPD 4.2:
- Verbesserte Unterstützung für Timedelta-Sensoren.
- OpenOSPFD 4.2:
- Unterstützung für RFC 3137: OSPF Stub Router Advertisement
hinzugefügt.
- Es ist nun möglich, eine carp-demote-Gruppe auf Interfaces und
Areas anzugeben.
- Unterstützung für das Mapping von Routelabels auf AS-externe
Routetags (und anders herum) hinzugefügt.
- Erlaubt den Aufruf von pkill -HUP ospfd, um die Konfiguration
neuzuladen.
- Hoststated 4.2:
- Unterstützung für Lastverteilung (oder Weiterleitung) auf
Schicht 7 hinzugefügt.
- Neuladen über hoststatectl oder SIGHUP nun möglich.
- OpenSSH 4.7:
- Hindere
ssh(1)
daran, ein vertrauenswürdiges X11-Cookie zu verwenden, falls
die Erstellung eines nicht vertrauenswürdigen X11-Cookies
fehlschlug; entdeckt und behoben von Jan Pechanec.
- In neuen Installtationen erlaubt
sshd(8)
standardmäßig nur noch SSH-Protokoll 2. Bestehende Installationen bleiben
unverändert.
- Die SSH-Channelwindowsize wurde erhöht und sowohl
ssh(1)
als auch
sshd(8)
senden nun Windowupdates deutlich aggressiver.
Hiermit wird die Geschwindigkeit in Hoch-BDP- (Bandwith Delay Product)
Netzwerken erhöht.
- ssh(1)
und
sshd(8)
bewahren MAC-Kontexte zwischen Paketen auf, was 2 Hashaufrufe
pro Paket einspart. Dies resultiert in 12 - 16 %
Geschwindigkeitszuwachs mit arcfour256/hmac-md5.
- Ein neuer MAC-Algorithmus wurde hinzugefügt: UMAC-64 (RFC4418),
der ungefähr 20 % schneller ist als HMAC-MD5.
- Eine Option -K wurde in
ssh(1)
eingeführt, die GSSAPIAuthentication=Yes setzt.
- Ein Fehler beim Aufbau eines
ssh(1)-TunnelForwards wird nun als fataler Fehler aufgefasst,
wenn die ExitOnForwardFailure-Option gesetzt wurde.
- ssh(1)
gibt nun einen sensiblen Exitstatus zurück, wenn der Controlmaster
ohne Übergabe eines vollständigen Exitstatus verloren geht (bz #1261).
- Mehr als 4500 Portierungen, kleinere Verbesserungen der Robustheit der
Paketwerkzeuge.
- Viele fertige Pakete für jede Architektur:
- i386: 4360
- sparc64: 4205
- alpha: 3779
- sh: 817
|
- amd64: 4283
- powerpc: 4230
- sparc: 3283
- m68k: 1107
|
- arm: 2131
- hppa: 3215
- vax: 108
|
Einige Besonderheiten:
- Gnome 2.18.
- GNUstep 1.14.
- KDE 3.5.7 und koffice 1.6.3.
- Xfce 4.4.1.
- OpenMotif 2.3.0.
- OpenOffice.org 2.2.1.
- Mozilla Firefox 2.0.0.6.
- PostgreSQL 8.2.4.
- GHC 6.6.1 (nur amd64 und i386)
- Wie üblich weitergehende Verbesserungen in den Handbuchseiten und
anderer Dokumentation.
- Im System enthalten sind die folgenden großen Komponenten von
externen Anbietern:
- Xenocara (basierend auf X.Org 7.2 + Korrekturroutinen, freetype 2.2.1,
fontconfig 2.4.2, expat 2.0.0, Mesa 6.5.2, xterm 225 und vieles Mehr)
- GCC 2.95.3
(+ Korrekturroutinen) und 3.3.5
(+ Korrekturroutinen)
- Perl 5.8.8 (+ Korrekturroutinen)
- unsere eigene verbesserte und sicherere Version des Apache 1.3 mit
SSL/TLS und DSO-Unterstützung
- OpenSSL 0.9.7j (+ Korrekturroutinen)
- Groff 1.15
- Sendmail 8.14.1 mit libmilter
- Bind 9.3.4 (+ Korrekturroutinen)
- Lynx 2.8.5rel.4 mit HTTPS- und IPv6-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- Sudo 1.6.9p4
- Ncurses 5.2
- Latest KAME IPv6
- Heimdal 0.7.2 (+ Korrekturroutinen)
- Arla 0.35.7
- Binutils 2.15 (+ Korrekturroutinen)
- Gdb 6.3 (+ Korrekturroutinen)
Wie man installiert:
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein
CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation
zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen
anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt
belassen, so dass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen
wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Bitte lies die folgenden Dateien auf den drei CD-ROMs oder auf einem
FTP-Spiegelserver für ausführliche Details, wie du OpenBSD 4.2 auf deiner
Maschine installierst:
- CD1:4.2/i386/INSTALL.i386
- CD2:4.2/amd64/INSTALL.amd64
- CD2:4.2/macppc/INSTALL.macppc
- CD3:4.2/sparc64/INSTALL.sparc64
- FTP:.../OpenBSD/4.2/alpha/INSTALL.alpha
- FTP:.../OpenBSD/4.2/armish/INSTALL.armish
- FTP:.../OpenBSD/4.2/hp300/INSTALL.hp300
- FTP:.../OpenBSD/4.2/hppa/INSTALL.hppa
- FTP:.../OpenBSD/4.2/landisk/INSTALL.landisk
- FTP:.../OpenBSD/4.2/mac68k/INSTALL.mac68k
- FTP:.../OpenBSD/4.2/mvme68k/INSTALL.mvme68k
- FTP:.../OpenBSD/4.2/mvme88k/INSTALL.mvme88k
- FTP:.../OpenBSD/4.2/sparc/INSTALL.sgi
- FTP:.../OpenBSD/4.2/vax/INSTALL.vax
- FTP:.../OpenBSD/4.2/zaurus/INSTALL.zaurus
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD
und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der
Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende
INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
OpenBSD/i386:
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum, um das Booten von CD zu
aktivieren. Das OpenBSD/i386-Release befindet sich auf CD1. Wenn dein
BIOS das Booten von CD nicht unterstützt, brauchst du eine Bootdiskette,
mit der du dann installieren kannst. Um eine solche zu erstellen,
schreibe CD1:4.2/i386/floppy42.fs auf eine Diskette und boote vom
Diskettenlaufwerk.
Für eine breitere Unterstützung an SCSI-Controllern benutze stattdessen
CD1:4.2/i386/floppyB42.fs oder aber
CD1:4.2/i386/floppyC42.fs für bessere Laptopunterstützung
HINWEIS: Einige ältere BIOSe scheinen ein Problem beim Boot von CD1 zu
haben. Auf der 4.2-Errataseite
wird beschrieben, wie man dieses Problem umgehen kann.
Wenn du weder von einer CD noch von Diskette booten kannst, kannst du
per Netzwerk installieren, indem du PXE benutzt, wie es in INSTALL.i386
beschrieben ist.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst,
solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Um eine Bootdiskette unter MS-DOS zu erstellen, benutze das Programm
,rawrite', das du unter CD1:/4.2/tools/rawrite.exe finden kannst.
Um eine Bootdiskette unter einem Unix-Betriebssystem zu erstellen,
benutze das Programm
dd(1).
Es folgt ein Beispielaufruf für
dd(1),
wobei das Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein könnte.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen. Für mehr Informationen über das
Erstellen einer Bootdiskette oder über das Installieren von OpenBSD/i386
sieh dir bitte FAQ4.1 an.
OpenBSD/amd64:
Das 4.2er Release von OpenBSD/amd64 befindet sich auf CD2. Boote von der
CD, um die Installation zu starten - du musst möglicherweise deine
BIOS-Einstellungen vorher anpassen.
Wenn du nicht von CD booten kannst, kannst du eine Bootdiskette
generieren, mit der installiert werden kann. Um das zu tun, schreibe
CD2:4.2/amd64/floppy42.fs auf eine Diskette und boote dann vom
Diskettenlaufwerk.
Wenn du weder von CD noch von Diskette booten kannst, kannst du über das
Netzwerk per PXE installieren, wie im INSTALL.amd64-Dokument beschrieben.
Wenn du vorhast, OpenBSD neben einem anderen Betriebssystem zu booten,
solltest du INSTALL.amd64 lesen.
OpenBSD/macppc:
Lege die CD2 in dein CD-ROM-Laufwerk und drücke die Taste C
während des Einschaltens bis der Bildschirm angeht und
OpenBSD/macppc boot anzeigt.
Alternativ kannst du am ,Open Firmware'-Prompt boot cd:,ofwboot
/4.2/macppc/bsd.rd eingeben.
OpenBSD/sparc64:
Lege die CD3 in dein CD-ROM-Laufwerk und gib boot cdrom ein.
Wenn das nicht klappt oder du kein CD-ROM-Laufwerk hast, kannst du
CD3:4.2/sparc64/floppy42.fs oder
CD3:4.2/sparc64/floppyB42.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette schreiben und diese mit boot floppy booten.
Greife auf INSTALL.sparc64 zurück, wenn du weitere Details brauchst.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Du kannst auch CD3:4.2/sparc64/miniroot42.fs auf die
Swap-Partition der Platte schreiben und mit boot disk:b booten.
Wenn nichts davon funktioniert, kannst du auch über das Netz booten, wie
in INSTALL.sparc64 beschrieben.
OpenBSD/alpha:
Schreibe FTP:4.2/alpha/floppy42.fs oder
FTP:4.2/alpha/floppyB42.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette und gib boot dva0 ein. Halte dich an die
Anweisungen in INSTALL.alpha für mehr Details.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE
DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
OpenBSD/armish:
Nachdem eine serielle Schnittstelle angeschlossen wurde, kann Thecus
direkt über das Netzwerk mit tftp oder http booten. Konfiguriere das
Netzwerk mit fconfig, starte neu und lade bsd.rd - lies INSTALL.armish
für weitere Details. IOData HDL-G kann nur von einer EXT-2-Partition
booten. Boote Linux und kopiere »boot« sowie bsd.rd in die erste
Partition auf wd0 (hda1), lade und führe bsd.rd aus, ohne wd0i (hda1),
die ext2fs-Partition, zu verändern. Weitere Details befinden sich im
NSTALL.armish-Dokument.
OpenBSD/hp300:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hp300
befolgst.
OpenBSD/hppa:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hppa oder
von der hppa-Plattformseite befolgst.
OpenBSD/landisk:
Schreibe CD3:4.2/landisk/miniroot42.fs an den Anfang der CF oder der Festplatte und boote ganz normal.
OpenBSD/mac68k:
Boote MacOS wie immer und entpacke das Tool BSD/Mac68k-Booter
für die Mac-Seite von FTP:4.2/mac68k/utils auf deine Festplatte.
Konfiguriere den BSD/Mac68k-Booter mit dem Ort deines bsd.rd-Kernels
und boote den Installer. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.mac68k
für weitere Details zurück.
OpenBSD/mvme68k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
OpenBSD/mvme88k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
OpenBSD/sparc:
Das 4.2er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD3. Um von dieser
CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle
benutzen - je nach der Version deines ROMs.
ok boot cdrom 4.2/sparc/bsd.rd
oder
> b sd(0,6,0)4.2/sparc/bsd.rd
Wenn dein SPARC-System kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von
Diskette booten. Um das zu tun, schreibe
CD3:4.2/sparc/floppy42.fs auf eine Diskette. Für mehr
Informationen siehe auch
FAQ4.1. Um von einer Diskette
zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen -
je nach der Version deines ROMs.
ok boot floppy
oder
> b fd()
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen.
Wenn dein SPARC-System weder über ein Diskettenlaufwerk noch über
ein CD-Laufwerk verfügt, kannst du entweder ein bootbares Band
erstellen oder über Netzwerk installieren, wie es in der
INSTALL.sparc-Datei beschrieben wird.
OpenBSD/vax:
Boote mittels mopbooting über das Netzwerk - wie in INSTALL.vax
beschrieben.
OpenBSD/zaurus:
Verwende den unter Linux eingebauten grafischen ,ipkg installer',
installiere das openbsd42_arm.ipk-Paket. Starte neu und führe es
aus. Lies INSTALL.zaurus für ein paar wichtige Details.
Anmerkungen zum Quelltext:
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src
beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in
einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu
entpacken:
# mkdir -p /usr/src
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei sys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys
beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um
einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/sys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch
Benutzen dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen
der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es hier
beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres
CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett neu erzeugen
müsste.
Wie man aktualisiert:
Wenn du bereits ein OpenBSD-4.1-System hast und keine Neuinstallation
machen willst, kannst du die
Upgradeanleitung benutzen,
die Anweisungen und Tipps dazu enthält.
Portierungsbaum
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungbaums.
Um es zu entpacken:
# cd /usr
# tar xvfz /tmp/ports.tar.gz
# cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums
von OpenBSD.
Lies am besten die Portierungs-Seite, wenn du
noch nichts über Portierungen weißt.
Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur
dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu
ermöglichen.
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie
(siehe in der Handbuchseite von
cvs(1) nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierungen dar.
Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs
verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den
Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den
Baum mit diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_4_2
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und
des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines
Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete
erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 4.2 werden verfügbar
gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne eine weitere Portierung sehen willst, mithelfen willst oder
einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste
ports@openbsd.org abonnieren.
www@openbsd.org
$OpenBSD: 42.html,v 1.12 2012/04/19 23:56:49 ajacoutot Exp $