Das OpenBSD-Release 4.1:
Veröffentlicht am 1. Mai 2007
Copyright 1997-2007, Theo de Raadt.
ISBN 978-0-9731791-9-4
4.1-Lied: »Puffy Baba and the 40 Vendors«
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man aktualisiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Um die Dateien von diesem Release zu beziehen:
- Bestelle eine CD-ROM über unser
Bestellsystem.
- Sieh dir die Informationen auf der FTP-Seite
an, wenn du eine Liste der Spiegelserver sehen willst.
- Geh in das Verzeichnis pub/OpenBSD/4.1/
auf einem der Spiegelserver.
- Überfliege den Rest dieser Seite.
- Schau dir die 4.1-Errataseite an, um
eine Liste an Bugs und Workarounds zu erhalten.
- Lies dir das
detaillierte Protokoll der
Änderungen zwischen dem 4.0- und dem 4.1-Release durch.
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen
können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz,
sys.tar.gz und XF4.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien,
die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die
benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen,
sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Was es Neues gibt
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und
Teilsystemen, die in OpenBSD 4.1 integriert wurden. Eine vollständige
Liste findet sich im Changelog, das zu 4.1
führt.
- Neue/Erweiterte Plattformen:
- OpenBSD/landisk.
Diverse SH4-basierte Systeme, hergestellt von IO-Data und
weiterverkauft durch Plextor.
- OpenBSD/sparc64.
UltraSPARC-III-basierte Maschinen werden nun noch besser
unterstützt und laufen nun auf voller Geschwindigkeit!
- Entfernte Plattformen
- OpenBSD/cats.
Die Maschinen sind sehr schwer zu finden und die Entwickler
hassen sie.
- Verbesserte Hardwareunterstützung, einschließlich:
- Neu unterstützter USB-Client-Controller:
- Unterstützung der USB-Client-Funktionalität im
pxaudc(4)-Treiber
des Zaurus.
- Neuer usbf(4)-Midlayer
für USB-Client-Controller.
- Neuer cdcef(4)-Treiber
um eine CDCE-Funktion auf USB-Client-Controllern bereitzustellen.
- Neuer cas(4)-Treiber
für Sun Cassini 10/100/Gigabit Ethernet.
- Neuer uow(4)-Treiber
für Maxim/Dallas DS2490 USB 1-Wire.
- Neuer owsbm(4)-Treiber
für 1-Wire smart battery monitor devices.
- Neuer zyd(4)-Treiber
für Drahtlosnetzwerkadapter vom Typ ZyDAS ZD1211/ZD1211B USB IEEE 802.11b/g.
- Neuer moscom(4)-Treiber
für MosChip-Semiconductor-MCS7703-basierte USB-Seriell-Adapter.
- Neuer glxsb(4)-Treiber
für Hardwarezufallszahlen und AES-Acceleration auf dem Geode-LX-Prozessor von AMD.
- Neuer vic(4)-Treiber
für VMware VMXnet-Virtual-Interface-Controller.
- Neuer malo(4)-Treiber
für Marvell Libertas IEEE 802.11b/g wireless.
- Neuer pwdog(4)-Treiber
für Quancom PWDOG1 watchdog timer.
- Neuer uberry(4)-Treiber
für Research-In-Motion Blackberry.
- Neuer mbg(4)-Treiber
für Meinberg Funkuhren.
- Neuer mesh(4)-Treiber
für On-Board SCSI-Controller von Apples
»old world«-Power-Macintosh-Systemen.
- Neuer mc(4)-Treiber
für On-Board Ethernet vieler »old world«-Power-Macintosh-Systemen
von Apple.
- Der verbesserte msk(4)-Treiber
unterstützt nun viel mehr Marvell-Yukon-2-Varianten,
inklusive Dualport- und Fiber-Karten.
- Der gem(4)-Treiber
unterstützt nun Fiber-Karten.
- Die OpenBSD/amd64-Plattform kann nun ihre
Zeit besser halten.
- Auf der Plattform OpenBSD/i386 funktioniert nun das Programm
boot(8) auf Intel-basierten Macs ordentlich.
- Der pciide(4)-Treiber
wurde um neue Chipsätze erweitert, einschließlich:
- AMD CS5536 IDE;
- Intel i31244;
- NVIDIA MCP67 PATA, MCP67 SATA.
- Der com(4)-Treiber
unterstützt nun ST16C654.
- Der adt(4)-Treiber
unterstützt neue Chipsätze, wie zum Beispiel den ADT7475.
- Die OpenBSD/macppc-Plattform schaltet nun
die Maschine automatisch wieder an, falls der Strom unerwartet ausgeblieben ist.
- boot.mac, ein XCOFF-formatierter Bootloader für OpenBSD/macppc,
der auf vielen »old world«-Macs booten kann.
- Neue Werkzeuge:
- BSD-lizenziertes pkg-config(1),
ein kompletter Rewrite des gleichnamigen GNU-Werkzeugs,
das deutlich kleiner und leichter wartbar ist.
- hoststated(8),
ein Layer-3- und Layer-7-Server-Lastverteilungsdaemon
mit Host-Monitoring-Fähigkeiten.
- Neuer BSD-lizenzierter ripd(8).
- bgplg(8),
ein CGI-Looking-Glass für OpenBGPD, ist jetzt in Verbindung mit dem
systemeigenen httpd verfügbar.
- bgplgsh(8),
eine Looking-Glass Shell für OpenBGPD, ist nun zur Benutzung
als beschränktes schreibgeschütztes Kommandozeileninterface verfügbar.
- Neue Funktionalität:
- syslogd(8)
kann nun Logs direkt an andere Programme ,pipen', womit
Echtzeit-Loganalysen einfacher werden.
- Die
ip(4)-Socketoption
IP_RECVTTL erlaubt Programmen eintreffende TTL auf Raw- oder
UDP-Sockets zu empfangen.
- Die
ip(4)-Socketoption
IP_MINTTL erlaubt es Programmen dem Kernel mitzuteilen, dass er
alle Pakete mit einer kleineren TTL als angegeben, verwerfen soll,
um somit den IP-TTL-Securityhack zu implementieren, auch bekannt als
»Generalized TTL Security Mechanism«, wie im RFC 3682 spezifiziert.
- Mehrfache, unabhängige Routingtabellen mit
pf(4)
als Selektor.
route(8)
kann nun mitgeteilt werden, mit welcher Route gearbeitet werden soll und
die Routingdaemons wurden modifiziert, damit sie dies auch unterstützen.
- Das
pflog(4)-Interface
ist nun klonbar.
pf(4)
kann nun auf mehrere pflog-Interface loggen, jede Regel kann festlegen,
auf welches pflog-Interface geloggt werden soll.
pflogd(8) und
spamlogd(8)
kann nun gesagt werden, mit welchem pflog-Interface sie arbeiten sollen.
- Das
pfsync(4)-Interface
ist nun auch klonbar - dennoch nur dort, wo das wirklich nötig ist.
-
pfctl(8)
kann nun Tabelleneinträge ungültig werden lassen (expire).
- keep state ist nun Standard für
pf.conf(5)-Regeln,
genau wie die Option flags S/SA für TCP-Verbindungen.
no state und flags any können verwendet werden
um Stateful-Filtering oder TCP-Flagchecking zu deaktivieren.
- Die pfctl(8)-Regeloptimierung
kann nun in pf.conf(5)
aktiviert werden.
- pf(4)-Anker
können nun ,inline' in der Hauptsektion von
pf.conf(5)
geladen und rekursiv ausgegeben werden.
- pf(4)-Regeln
innerhalb von Ankern ist es nun erlaubt, ihre eigenen Zähler
zurückzusetzen. Zähler lesen und rücksetzen ist eine atomare Operation.
-
sensorsd(8)
schwächt Statusveränderungen ab, sodass nicht gleich bei einem
einzelnen Sensor, der nicht gelesen werden konnte, Alarm geschlagen
wird, denn einige Sensoren lügen ab und zu.
-
spamd(8) und
spamlogd(8)
unterstützen nun die Synchronisierung von Greylist-Datenbanken zwischen
mehreren Hosts. Der Greytrapping-Mechanismus erlaubt nun domainweite
Traps und bemerkt Out-Of-Order MX-Benutzung.
- Das
spamd(8)-Datenbankformat
wurde von DB_BTEE auf DB_HASH geändert, um bessere Leistungen auf großen
Setups mit großen Datenbanken zu erzielen.
-
Der
bridge(4)-Treiber
und das Werkzeug
brconfig(8)
unterstützen nun das Rapid-Spanning-Tree-Protokoll (RSTP). Der
neue RSTP-Modus wird nun standardmäßig benutzt, wenn dieser über die
stp-Option aktiviert wird.
- cd(4)
unterstützt nun das Lesen von Region-Protected DVDs.
- Entdecke
MS-DOS-Dateisysteme
und spiele ihnen Disklabel-Partitionen vor, auch wenn kein MBR vorhanden
ist, z. B. bei einigen neueren iPods.
- Verschiedene Verbesserungen und Quelltextbereinigung:
- Der fsck_ffs(8)-Befehl
wurde verbessert, um robuster gegenüber verschiedener Formen von Inode-
und Superblockfehlern zu sein.
- Der top(1)-Befehl
hat einige neue Filterarten für den Bildschirminhalt erhalten.
- pthreads(3)-Dateideskriptorenbehandlung
wurde verbessert um diverse Wettlauf- und Deadlocksituationen zu eliminieren
und die Leistung zu erhöhen.
- Im MS-DOS-Dateisystem
wurde ein potenzieller Korruptionsfehler behoben. Es ist nun verlässlicher,
wenn ihm ein korruptes Dateisystem übergeben wird.
- Das MS-DOS-Dateisystem
und der
fdisk(8)-Befehl
wurden verbessert um auf Geräten mit 2048-Byte-Sektoren arbeiten zu
können, z. B. auf neueren iPods.
- Die OpenRCS-Werkzeuge
gehen nun intelligenter mit Dateien um, besonders wenn sie mit Binärdateien arbeiten.
Die GNU-RCS-Kompatibilität wurde auch verbessert.
- Der Editor mg(1)
zeigt nun Spaltennummern in der Statusleiste an. Es wurden zahlreiche
andere Verbesserungen vorgenommen, die ihn verlässlicher machen:
Zeilennummern, Dateieinfügung und Searchwrapping funktionieren nun wie erwartet.
- Der systat(1)-Befehl
sieht nun sauberer aus und es wurde eine Anzeige für Hardwaresensoren
hinzugefügt.
- Die OpenBSD/alpha-Plattform verwendet nun gcc3.
- Verbesserte Unterstützung von USB-CD-ROM-Laufwerken und anderen seltsamen
umass(4)-Geräten.
- Behandle NetBSD- oder FreeBSD-MBR-Partitionen nicht als Ersatz
für eine OpenBSD-Partition, d. h. versuche nicht von ihnen zu
booten, oder sie als OpenBSD-Disklabel zu benutzen.
- Änderungen am Installations/Upgradeprozess:
- Verlässlichere Erkennung von Festplatten und CD-Laufwerken.
- Verlässlichere Installation von einer MS-DOS-FAT-Partition aus.
- Neue Sanity-Checks, falls Dateisets für die falsche Architektur
ausgewählt wurden.
- Es ist nicht mehr nötig den Dateisystemtypen der Quellpartition
während der Festplatten- oder CD-Installation festzulegen.
- Es ist nicht mehr nötig eine Quellpartition während einer
Festplatten- oder CD-Installation festzulegen, wenn nur eine zur Wahl
steht.
- OpenBGPD 4.1:
- Fehlerbereinigung für Sitzungen mit tcp md5sig und ipsec. Sitzungen
können nun mittels eines einfachen bgpctl reload von und in jede
Form von ipsec und tcpmd5 migriert werden. Die Sitzung migriert, wenn sie
das nächste mal hergestellt wird.
- Dateiunterstützung wurde zum Konfigurationsparser hinzugefügt.
- kann nun die neue IP_MINTTL-Option benutzen, um den
TTL-Sicherheitsmechanismus zu verwenden.
- OpenOSPFD 4.1:
- Reloadunterstützung wurde hinzugefügt. Der osfpd muss nun nicht mehr
neugestartet werden, nachdem die Konfiguration verändert wurde.
- Mehrere Netzwerke pro Interface werden nun unterstützt.
- Es ist nun möglich, die Routenmetrik und den Typ einer jeden
Redistributionsregel zu spezifizieren.
- OpenNTPD 4.1:
- Stark verbesserte Unterstützung von Timedelta-Sensoren.
- ntpd
benutzt nun eine sich streng monoton erhöhende Zeit (im Grunde die
Uptime) für seine internen Timer, damit das Setzen der Systemuhr nicht
mehr die Queryrates, Trustlevels und so weiter beeinflusst.
- OpenSSH 4.6:
- sshd
erlaubt nun das an- und abschalten von Authentifizierungsmethoden auf
Basis einzelner Benutzer, Gruppen, Hosts und Netzwerken über die
Match-Anweisung in der sshd_config(5).
- Mehr als 4200 Portierungen, 4000 fertige Pakete (für i386), kleinere
Verbesserungen der Robustheit der Paketwerkzeuge.
Einige Besonderheiten:
- gstreamer-0.10-Werkzeuge.
- OpenOffice.org-Pakete, aus Platzgründen nur über FTP beziehbar.
- KDE 3.5.6 und koffice 1.6.2.
- eine große Anzahl (> 500) neuer/aktualisierter Perl-Module
von der CPAN, inklusive eines Großteils des Catalyst-Webframeworks.
- NetBeans 5.5 Java IDE.
- aktualisierte Linux-Emulationsunterstützung durch die Verwendung von
Fedora-Core-Bibliotheken.
- Mozilla Firefox 2.0.0.2 (inklusive Übersetzungen).
- PostgreSQL 8.2.3.
- Wie üblich weitergehende Verbesserungen in den Handbuchseiten und
anderer Dokumentation.
- Im System enthalten sind die folgenden großen Komponenten von
externen Anbietern:
- X.Org 6.9.0 (+ Korrekturroutinen, i386 enthält auch XFree86 3.3.6-Server
(+ Korrekturroutinen) für alte Chipsätze, die nicht von X.Org unterstützt werden)
- GCC 2.95.3
(+ Korrekturroutinen) und 3.3.5
(+ Korrekturroutinen)
- Perl 5.8.8 (+ Korrekturroutinen)
- unsere eigene verbesserte und sicherere Version des Apache 1.3 mit
SSL/TLS und DSO-Unterstützung
- OpenSSL 0.9.7j (+ Korrekturroutinen)
- Groff 1.15
- Sendmail 8.14.0 mit libmilter
- Bind 9.3.4 (+ Korrekturroutinen)
- Lynx 2.8.5rel.4 mit HTTPS- und IPv6-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- Sudo 1.6.8p9
- Ncurses 5.2
- Latest KAME IPv6
- Heimdal 0.7.2 (+ Korrekturroutinen)
- Arla 0.35.7
- Binutils 2.15 (+ Korrekturroutinen)
- Gdb 6.3 (+ Korrekturroutinen)
Wie man installiert:
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein
CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation
zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen
anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt
belassen, sodass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen
wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Bitte lies die folgenden Dateien auf den drei CD-ROMs oder auf einem
FTP-Spiegelserver für ausführliche Details, wie du OpenBSD 4.1 auf deiner
Maschine installierst:
- CD1:4.1/i386/INSTALL.i386
- CD2:4.1/amd64/INSTALL.amd64
- CD2:4.1/macppc/INSTALL.macppc
- CD3:4.1/sparc/INSTALL.sparc
- CD3:4.1/sparc64/INSTALL.sparc64
- FTP:.../OpenBSD/4.1/alpha/INSTALL.alpha
- FTP:.../OpenBSD/4.1/armish/INSTALL.armish
- FTP:.../OpenBSD/4.1/hp300/INSTALL.hp300
- FTP:.../OpenBSD/4.1/hppa/INSTALL.hppa
- FTP:.../OpenBSD/4.1/landisk/INSTALL.landisk
- FTP:.../OpenBSD/4.1/luna88k/INSTALL.luna88k
- FTP:.../OpenBSD/4.1/mac68k/INSTALL.mac68k
- FTP:.../OpenBSD/4.1/mvme68k/INSTALL.mvme68k
- FTP:.../OpenBSD/4.1/mvme88k/INSTALL.mvme88k
- FTP:.../OpenBSD/4.1/sgi/INSTALL.sgi
- FTP:.../OpenBSD/4.1/vax/INSTALL.vax
- FTP:.../OpenBSD/4.1/zaurus/INSTALL.zaurus
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD
und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der
Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende
INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
OpenBSD/i386:
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum, um das Booten von CD zu
aktivieren. Das OpenBSD/i386-Release befindet sich auf CD1. Wenn dein
BIOS das Booten von CD nicht unterstützt, brauchst du eine Bootdiskette,
mit der du dann installieren kannst. Um eine solche zu erstellen,
schreibe CD1:4.1/i386/floppy41.fs auf eine Diskette und boote vom
Diskettenlaufwerk.
Für eine breitere Unterstützung an SCSI-Controllern benutze stattdessen
CD1:4.1/i386/floppyB41.fs oder aber
CD1:4.1/i386/floppyC41.fs für bessere Laptopunterstützung
Wenn du weder von einer CD noch von Diskette booten kannst, kannst du
per Netzwerk installieren, indem du PXE benutzt, wie es in INSTALL.i386
beschrieben ist.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst,
solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Um eine Bootdiskette unter MS-DOS zu erstellen, benutze das Programm
,rawrite', das du unter CD1:/4.1/tools/rawrite.exe finden kannst.
Um eine Bootdiskette unter einem Unix-Betriebssystem zu erstellen,
benutze das Programm
dd(1).
Es folgt ein Beispielaufruf für
dd(1),
wobei das Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein könnte.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen. Für mehr Informationen über das
Erstellen einer Bootdiskette oder über das Installieren von OpenBSD/i386
sieh dir bitte FAQ4.3.1 an.
OpenBSD/amd64:
Das 4.1er Release von OpenBSD/amd64 befindet sich auf CD2. Boote von der
CD, um die Installation zu starten - du musst möglicherweise deine
BIOS-Einstellungen vorher anpassen.
Wenn du nicht von CD booten kannst, kannst du eine Bootdiskette
generieren, mit der installiert werden kann. Um das zu tun, schreibe
CD2:4.1/amd64/floppy41.fs auf eine Diskette und boote dann vom
Diskettenlaufwerk.
Wenn du weder von CD noch von Diskette booten kannst, kannst du über das
Netzwerk per PXE installieren, wie im INSTALL.amd64-Dokument beschrieben.
Wenn du vorhast, OpenBSD neben einem anderen Betriebssystem zu booten,
solltest du INSTALL.amd64 lesen.
OpenBSD/macppc:
Lege die CD2 in dein CD-ROM-Laufwerk und drücke die Taste C
während des Einschaltens bis der Bildschirm angeht und
OpenBSD/macppc boot anzeigt.
Alternativ kannst du am ,Open Firmware'-Prompt boot cd:,ofwboot
/4.1/macppc/bsd.rd eingeben.
OpenBSD/sparc:
Das 4.1er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD3. Um von dieser
CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle
benutzen - je nach der Version deines ROMs.
ok boot cdrom 4.1/sparc/bsd.rd
oder
> b sd(0,6,0)4.1/sparc/bsd.rd
Wenn dein SPARC-System kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von
Diskette booten. Um das zu tun, schreibe
CD3:4.1/sparc/floppy41.fs auf eine Diskette. Für mehr
Informationen siehe auch
FAQ4.3.1. Um von einer Diskette
zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen -
je nach der Version deines ROMs.
ok boot floppy
oder
> b fd()
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Wenn dein SPARC-System weder ein Disketten- noch ein CD-Laufwerk hat,
kannst du entweder ein bootbares Streamerband bereit machen oder über
das Netzwerk installieren, wie im INSTALL.sparc-Dokument erklärt.
OpenBSD/sparc64:
Lege die CD3 in dein CD-ROM-Laufwerk und gib boot cdrom ein.
Wenn das nicht klappt oder du kein CD-ROM-Laufwerk hast, kannst du
CD3:4.1/sparc64/floppy41.fs oder
CD3:4.1/sparc64/floppyB41.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette schreiben und diese mit boot floppy booten.
Greife auf INSTALL.sparc64 zurück, wenn du weitere Details brauchst.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Du kannst auch CD3:4.1/sparc64/miniroot41.fs auf die
Swap-Partition der Platte schreiben und mit boot disk:b booten.
Wenn nichts davon funktioniert, kannst du auch über das Netz booten, wie
in INSTALL.sparc64 beschrieben.
OpenBSD/alpha:
Schreibe FTP:4.1/alpha/floppy41.fs oder
FTP:4.1/alpha/floppyB41.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette und gib boot dva0 ein. Halte dich an die
Anweisungen in INSTALL.alpha für mehr Details.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE
DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
OpenBSD/armish:
Nachdem eine serielle Schnittstelle angeschlossen wurde, kann Thecus
direkt über das Netzwerk mit tftp oder http booten. Konfiguriere das
Netzwerk mit fconfig, starte neu und lade bsd.rd - lies INSTALL.armish
für weitere Details. IOData HDL-G kann nur von einer EXT-2-Partition
booten. Boote Linux und kopiere »boot« sowie bsd.rd in die erste
Partition auf wd0 (hda1), lade und führe bsd.rd aus, ohne wd0i (hda1),
die ext2fs-Partition, zu verändern. Weitere Details befinden sich im
NSTALL.armish-Dokument.
OpenBSD/hp300:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hp300
befolgst.
OpenBSD/hppa:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hppa oder
von der hppa-Plattformseite befolgst.
OpenBSD/landisk:
Schreibe CD3:4.1/landisk/miniroot41.fs an den Anfang der CF oder der Festplatte und boote ganz normal.
OpenBSD/luna88k:
Kopiere bsd.rd auf eine Mach- oder UniOS-Partition und boote sie vom
PROM. Alternativ dazu kannst du ein bootbares Band erzeugen und davon
booten. Die Anweisungen in INSTALL.luna88k enthalten mehr Details.
OpenBSD/mac68k:
Boote MacOS wie immer und entpacke das Tool BSD/Mac68k-Booter
für die Mac-Seite von FTP:4.1/mac68k/utils auf deine Festplatte.
Konfiguriere den BSD/Mac68k-Booter mit dem Ort deines bsd.rd-Kernels
und boote den Installer. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.mac68k
für weitere Details zurück.
OpenBSD/mvme68k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME68K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme68k für mehr Details.
OpenBSD/mvme88k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
OpenBSD/sgi:
Brenne cd41.iso auf eine CD-R, lege sie in das CD-Laufwerk deiner
Maschine ein und wähle Install System Software vom
Systemverwaltungsmenü aus.
Wenn deine Maschine kein CD-Laufwerk hat, kannst du einen
DHCP/tftp-Netzwerkserver einrichten und unter Verwendung von
,bootp()/bsd.rd' booten. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.sgi für
weitere Details zurück.
OpenBSD/vax:
Boote mittels mopbooting über das Netzwerk - wie in INSTALL.vax
beschrieben.
OpenBSD/zaurus:
Verwende den unter Linux eingebauten grafischen ,ipkg installer',
installiere das openbsd41_arm.ipk-Paket. Starte neu und führe es
aus. Lies INSTALL.zaurus für ein paar wichtige Details.
Anmerkungen zum Quelltext:
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src
beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in
einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu
entpacken:
# mkdir -p /usr/src
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei sys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys
beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um
einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/sys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch
Benutzen dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen
der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es hier
beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres
CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett neu erzeugen
müsste.
Wie man aktualisiert:
Wenn du bereits ein OpenBSD-4.0-System hast und keine Neuinstallation
machen willst, kannst du die
Upgradeanleitung benutzen,
die Anweisungen und Tipps dazu enthält.
Portierungsbaum
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungsbaums.
Um es zu entpacken:
# cd /usr
# tar xvfz /tmp/ports.tar.gz
# cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums
von OpenBSD.
Lies am besten die Portierungs-Seite, wenn du
noch nichts über Portierungen weißt.
Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur
dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu ermöglichen.
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie
(siehe in der Handbuchseite von
cvs(1) nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierungen dar.
Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs
verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den
Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den
Baum mit diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_4_1
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und
des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines
Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete
erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 4.1 werden verfügbar
gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne eine weitere Portierung sehen willst, mithelfen willst oder
einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste
ports@openbsd.org abonnieren.
www@openbsd.org
$OpenBSD: 41.html,v 1.18 2012/04/19 23:56:49 ajacoutot Exp $