Das OpenBSD-Release 4.0:
Wurde am 1. November 2006 veröffentlicht
Copyright 1997 - 2006, Theo de Raadt.
ISBN 0-9731791-8-X
4.0-Lied: »Humppa Negala«
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man aktualisiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Um die Dateien von diesem Release zu beziehen:
- Bestelle eine CD-ROM über unser
Bestellsystem.
- Sieh dir die Informationen auf der FTP-Seite
an, wenn du eine Liste der Spiegelserver sehen willst.
- Geh in das Verzeichnis pub/OpenBSD/4.0/
auf einem der Spiegelserver.
- Überfliege den Rest dieser Seite.
- Schau dir die 4.0-Errataseite an, um
eine Liste an Bugs und Workarounds zu erhalten.
- Lies dir das
detaillierte Protokoll der
Änderungen zwischen dem 3.9- und dem 4.0-Release durch.
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen
können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz,
sys.tar.gz und XF4.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien,
die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die
benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen,
sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Was es Neues gibt
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und
Teilsystemen, die in OpenBSD 4.0 integriert wurden. Eine vollständige
Liste findet sich im Changelog, das zu 4.0
führt.
- Neue/Erweiterte Plattformen:
- OpenBSD/armish.
Einige ARM-basierte Systeme, die den Redboot-Bootloader einsetzen.
Zurzeit werden nur Thecus N2100 und IOData HDL-G unterstützt.
- OpenBSD/sparc64.
Es werden nun UltraSPARC-III-basierte Maschinen unterstützt!
- OpenBSD/zaurus.
Unterstützung für den Zaurus SL-C3200 wurde hinzugefügt.
- Verbesserte Hardwareunterstützung, einschließlich:
- Neuer
msk(4)-Treiber
für Marvell/SysKonnect Yukon-2 Gigabit Ethernet.
- Neuer
bnx(4)-Treiber
für Broadcom NetXtreme II Gigabit Ethernet.
- Neuer
xge(4)-Treiber
für Neterion Xframe/Xframe II 10Gb Ethernet.
- Neuer
rum(4)-Treiber
für Ralink Technology 2nd gen USB IEEE 802.11a/b/g wireless.
- Neuer
acx(4)-Treiber
für Texas Instruments ACX100/ACX111 IEEE 802.11a/b/g wireless.
- Neuer
pgt(4)-Treiber
für Connexant/Intersil Prism GT Full-MAC IEEE 802.11a/b/g wireless.
- Neuer
uath(4)-Treiber
für Atheros USB IEEE 802.11a/b/g wireless.
- Neuer blobfreier
wpi(4)-Treiber
für Intel PRO/Wireless 3945ABG IEEE 802.11a/b/g wireless.
- Neuer
arc(4)-Treiber
für Areca Technology Corporation SATA RAID; einschließlich
RAID-Verwaltung mittels
bio(4).
- Neuer
mfi(4)-Treiber
für LSI Logic & Dell MegaRAID SAS RAID; einschließlich
RAID-Verwaltung mittels
bio(4).
- Neuer
azalia(4)-Treiber
für generic High Definition Audio.
- Neue SD/MMC/SDIO-Treiber
(sdhc(4), sdmmc(4)),
die momentan SD-Speicherkarten als Schein-SCSI-Laufwerke vom Typ
sd(4)
ansprechen.
- Neuer
udcf(4)-Treiber
für Gude ADS Expert mouseCLOCK DCF77/HBG time signal station receivers.
- Neuer
uslcom(4)-Treiber
für Silicon-Laboratories-CP2101/CP2102-basierte USB-Seriell-Adapter.
- Neuer
ucycom(4)-Treiber
für Cypress-Microcontroller-basierte USB-Seriell-Adapter.
- Neuer
uark(4)-Treiber
für Arkmicro Technologies-ARK3116-basierte USB-Seriell-Adapter.
- Neuer
umsm(4)-Treiber
für Modems, die auf Qualcomm MSM EVDO basieren.
- Neue Unterstützung für den Dallas/Maxim-1-Wire-Bus, einschließlich:
- Neuer
gpioow(4)-Treiber
für 1-Wire-Bus-Bitbanging über den GPIO-Pin
- Neuer
onewire(4)-1-Wire-Bus-Treiber
- Neuer
owid(4)-1-Wire-ID-Family-Treiber
- Neuer
owtemp(4)-1-Wire-Temperature-Family-Treiber
- Neuer
isagpio(4)-Treiber
für ISA-I/O, die als GPIO gemappt wurde.
- Neuer
nmea(4)-Linediscipline
für NMEA-0183-Geräte. Das neue
nmeaattach(8)-Werkzeug
kann verwendet werden, um NMEA-0183-Daten zu empfangen und die
empfangene Zeit als Zeitdelta-Sensor bereitstellen, die wiederum
von beispielsweise
ntpd(8)
genutzt werden kann.
- Neue VAX-Framebuffertreiber:
- Neuer
lcg(4)-Treiber
für VAXstation 4000/60 und VLC-Farbframebuffer.
- Neuer
lcspx(4)-Treiber
für die kostengünstigen SPX-Farbframebuffer.
- Neuer
gpx(4)-Treiber
für GPX-Farbframebuffer.
- smg(4)-Treiber
für kleine Schwarzweißgrafik-Framebuffer, die so stark modifiziert
wurden, dass sie einem modernen
wscons(4)-Treiber
entsprechen.
- Unterstützung für VAX-basierte Terminals vom Typ Digital VXT2000 und
VXT2000+.
- Der
bge(4)-Treiber
unterstützt neuere Chipsätze wie beispielsweise Broadcom BCM5754,
BCM5755, BCM5786 und BCM5787.
- Der
em(4)-Treiber
unterstützt neuere Chipsätze wie beispielsweise Intel ESB2 und ICH8.
- Der
nfe(4)-Treiber
unterstützt neuere Chipsätze wie beispielsweise NVIDIA MCP61 und MCP65.
- Der
re(4)-Treiber
unterstützt neuere Chipsätze wie beispielsweise Realtek RT8101E, RT8168
und RT8169SC.
- Der
dc(4)-Treiber
unterstützt neuere Chipsätze wie beispielsweise ADMtek ADM9511 und
ADM9513.
- Der
pciide(4)-Treiber
unterstützt neuere Chipsätze wie beispielsweise:
- ATI IXP300 SATA, IXP600 IDE
- Intel 6321ESB IDE/SATA, 82801G SATA und 82801H SATA
- IT Express IT8211F IDE
- NVIDIA MCP61 SATA, MCP65 SATA
- Promise PDC205xx SATA
- ServerWorks SATA
- VIA VT8237A SATA
- Der
mpt(4)-Treiber
wurde vom
mpi(4)
abgelöst -
einem stabileren Treiber, der auch mehr Hardware unterstützt.
- Der
com(4)-Treiber unterstützt nun PCMCIA- und Cardbus-Karten auf macppc.
- Funktionierende Interruptroutinen auf Sun Netra t1 105, Ultra 60 und
möglicherweise weiteren sparc64-Systemen.
- Umgehung einiger Probleme von VIA- und NVIDIA-MPBIOSen. Hierdurch
wurden Probleme mit Interruptroutinen des GENERIC.MP auf einigen
Systemen behoben.
- Beginn einer
bio(4)-Unterstützung
für ciss(4).
- Verbesserte Geschwindigkeitskontrollen auf folgenden Systemen:
- Neue SpeedStep-Erkennungscode, der neben VIA C7-M auch einige
neuere Pentium Ms unterstützt.
- SpeedStep-Unterstützung in rudimentärer Fassung für die
meisten unbekannten CPUs, die diese Funktionalität anbieten.
- Zaurus kann nun ebenfalls niedriger getaktet werden.
- Der Treiber für Pentium 4 Thermal Clock Control unterstützt weitere
CPUs (einschließlich Intel Pentium M und Xeon) und bietet eine bessere
Leistung.
- Viele Verbesserungen an der Unterstützung für PowerNow mit K7 und K8
auf i386 - Unterstützung für K8 wurde amd64 hinzugefügt.
- Unterstützung für Intel-945G/GM-Grafikchipsätze (auf i386).
- Unterstützung für zusätzliche I2C-Sensoren:
- Der
adt(4)-Treiber
unterstützt nun folgende Chips: National Semiconductor LM9600, SMSC
EMC6D10x und SMSC SCH5017.
- Der
admtemp(4)-Treiber
unterstützt nun folgende Chips: Analog Devices ADM1023, Genesys Logic
GL523SM und Global Mixed-mode Technology G781.
- Neue Werkzeuge:
- GNU RCS wurde von
OpenRCS
abgelöst.
- Neue Funktionalität:
- IPsec
wurde nun deutlich verbessert:
- ipsecctl(8)
wurde großen Überarbeitungen unterzogen und ersetzt ipsecadm(8) nun
vollständig:
- Viele Verbesserungen an der Dokumentation (man
ipsec.conf)
- IPv6-Unterstützung
- AH-Unterstützung
- Transport-Mode-Unterstützung
- Dynamic-IKE-Unterstützung für Roaming-Anwender
- USER_FQDN-ID-Unterstützung
- sasyncd(8)
läuft viel besser:
- sagt
isakmpd(8),
ob dieser aktiv oder passiv laufen soll (abhängig vom
Master/Slave-Status des
carp(4)-Interfaces).
Hiermit wird ausfallsichere
IPsec-Installationen
deutlich robuster.
- achtet standardmäßig auf die
carp(4)-Interfacegruppe,
um IPsec-Verkehr
während des Systemstarts zu unterdrücken.
- isakmpd(8)
kann nun sicher während dem Bootvorgang mit
ipsecctl(8)
konfiguriert werden.
- ftp(1)
unterstützt nun HTTPS.
- cdio(1)
kann nun Track-at-Once-Brennvorgänge durchführen und
wiederbeschreibbare Medien vor dem Brennvorgang löschen.
- Die Funktionalität von spppcontrol(8) und wicontrol(8) wurden
in
ifconfig(8)
integriert.
- gcc(1) verfügt nun über eine neue Warnung namens
-Wstack-larger-than-N. Hiermit werden Funktionen ausgegeben, die bei
der Verwendung von Stackvariablen zu gierig sind. Lies
gcc-local(1)
für weitere Details.
- Eine Kernelimplementation von
getcwd(3)
- Ein neuer Systemaufruf namens
adjfreq(2)
ermöglicht es
ntpd(8),
die Tickrate der Systemuhr automatisch anzupassen.
- Unterstützung für X11 auf VAX wurde hinzugefügt.
- Unterstützung einer Virtual Allocation Table (VAT) für
UDF
- Die C99-Funktionen
round(3),
roundf(3),
trunc(3)
und
truncf(3)
wurden zur Mathematikbibliothek libm hinzugefügt.
- pf(4)
unterstützt nun
»Unicast Reverse Path Forwarding«-Überprüfungen (uRPF) für
einfachere Ingressfilterung.
- bpf(4)
kann nun Pakete anhand ihrer Richtung (eingehend/ausgehend) unter
Verwendung der BIOCSDIRFILT-ioctl ignorieren.
- pdisk(8)
können nun Slices auf HFS(DPME)-partitionierten Platten auf mac68k
einrichten.
- Neue Dissectors wurden
tcpdump(8)
hinzugefügt:
- Ciscos VQP (VLAN Query Protocol)
- IEEE 802.1AB LLDP (Link Layer Discovery Protocol)
- trunk(4)
unterstützt nun den neuen Loadbalance-Modus, um ausgehenden Verkehr
basierend auf gehashten Protokollheaderinformationen verteilen zu
können.
- bioctl(8)
wurde dahingehend erweitert, dass Laufzeitinformationen während
Neuerzeugung, Scrubs und der Initialisierung bereitgestellt werden.
- Neue Sysctls, um Systemhersteller, Produktname, Versionsnummer,
Seriennummer und UUID zu überprüfen.
- Unterstützung für »equal cost multipath routing«. Muss zuvor über
eine Sysctl aktiviert werden.
- Prebind (eine sichere Prelinkingimplementation) wurde
ldconfig(8)
hinzugefügt, sodass der Aufruf von Shared Binarys beschleunigt wird.
Prebind ist im Gegensatz zu prelink kompatibel zur »Address space
randomization«.
- vnconfig(8)
kann nun PKCS #5 PBKDF2 verwenden, um einen sicheren Schlüssel bei
der Verschlüsselung zu erstellen.
- Verschiedene Verbesserungen und Quelltextbereinigung:
- OpenBSD/i386-Systeme mit
mehreren Prozessoren können nun die Uhrzeit viel genauer halten.
- Viele Verbesserungen haben
telldir(3)
und verwandte Funktionen erfahren.
- Viele
malloc(3)-Aufrufe,
die einen für Integerüberläufe anfälligen Wert verwendet haben, wurden
gegen sichere Konstrukte ersetzt.
- Verbessertes Failoverhandling
in
carp(4):
- Das CARP-Protokoll wurde mit einem Demotionzähler erweitert,
um klüger auf mehrfache Ausfälle reagieren zu können.
- Gruppenfailover funktionieren jetzt auch, ohne dass carp im
Präempt-Modus laufen muss.
- Demotion kann nun über Interfacegruppen verwaltet werden.
-
chio(1)
ist nun ein sinnvolles Werkzeug, um Bandwechsler zu kontrollieren.
- Stark verbesserter
st(4)-Gerätesetup
und verbesserte Band- und Fehlerbearbeitung.
- Viele Korrekturen in
dhclient(8),
einschließlich der »alias«-Verarbeitung und verbesserte
Interfaceinitalisierung.
-
scsi(4)-Geräte
erkennen die richtige SCSI-Version.
- Noch mehr
umass(4)-Geräte
werden richtig erkannt.
- Verbesserte Erkennung von Glasfaserkabelgeräten und Geräten in
SCSI-Halterungen.
- Der neue RSSI-Header wurde zum
ieee80211_radiotap(9)-Framework
als Ersatz für die ANTSIGNAL-Header hinzugefügt.
- Viele Integer-Safetycleanups mit
lint(1).
- Änderungen am Installations/Upgradeprozess
- Hostspezifische site-Dateien vereinfachen die Anpassungen vieler
individueller Hosts.
- Aperture-Unterstützung für X Window ist nun standardmäßig
deaktiviert (betrifft Systeme, die ihn nutzen können).
- Neue Funktionalität für
hostapd(8),
dem »Host Access Point«-Daemon:
- IP-basiertes Roaming, um Drahtlosnetzwerke ohne eine
single Broadcastdomain aufzubauen.
- Neue Eventregeln, um auf optionale Elemente des Radiotap-Headers
reagieren zu können:
Signalprozente, Übertragungsrate und Kanalfrequenz.
- Etliche Fehlerkorrekturen und Verbesserungen.
- OpenSSH 4.4:
- Zustandsabhängige Konfiguration in sshd_config(5) ist mit der Match-Direktiven möglich.
Hiermit ist es möglich, dass Konfigurationsoptionen selektiv anhand
bestimmter Kriterien (basierend auf Benutzername, Gruppe, Hostnamen
und/oder Adresse) überschrieben werden.
- Unterstützung für »Diffie-Hellman group exchange key agreement«
mit einem abschließenden SHA256-Hash wurde hinzugefügt.
- ForceCommand-Direktive wurde der sshd_config(5) hinzugefügt, die der command="..."-Option in
~/.ssh/authorized_keys ähnelt.
- Eine PermitOpen-Direktive wurde zur sshd_config(5) hinzugefügt,, die der permitopen="..."-Option
in authorized_keys ähnelt. Mit ihr kann gesteuert werden, welcher
Benutzer Portweiterleitung aktivieren darf.
- Eine ExitOnForwardFailure-Option wurde hinzugefügt, die
ssh(1) veranlasst sich zu beenden (mit einem Exitcode ungleich Null),
wenn eine angefragte Portweiterleitung nicht aufgebaut werden konnte.
- Optionale Aufzeichnung von Übertragungen wurde dem sftp-server(8) hinzugefügt.
- ssh(1) wird nun Portnummern für Hosts aufzeichnen, die
in ~/.ssh/authorized_keys eingetragen wurden, wenn ein anderer Port
als der Standardport angefordert wurde.
- sshd_config(5) um die »SubSystem«-Direktive erweitert,
um Kommandozeilenargumente angeben zu können.
- Viele Korrekturen und Verbesserungen der Handbuchseiten.
- OpenBGPD 4.0:
- Neue Nexthop-Selektierungslogik, die bgpd-Routen ignoriert. Dies ist
insbesondere für komplexe Installationen mit ospfd hilfreich.
- Eine »detaillierte« show rib view wurde bgpctl hinzugefügt -
einschließlich Communitys.
- Routerefresh-Anfragen von Peers werden nun erlaubt, wenn diese eine
solche Aktualisierung unterstützen.
- bgpd teilt nun jedes Mal das Ergebnis einer Operation an bgpctl
mit, sodass der Operator Fehler frühzeitig erkennen kann.
- bgpd kann nun den Demotion-Zähler von carp basierend auf den
Sitzungszuständen verändern; das erhöht noch einmal die
Failoverunterstützung.
- Sitzungen, die max-prefix nach einer gewissen Zeit erreicht haben,
können neugestartet werden.
- bgpctl kann nun alle empfangenen Routen anzeigen, die er von einem
Neighbor erhalten hat, bevor gefiltert wird - dazu zählen auch die
an Neighbors gesendeten Routen.
- So wie immer weitere Fehlerkorrekturen und Verbesserungen.
- OpenOSPFD 4.0:
- Die Uptime des Daemons wird überwacht.
- Die Uptime aller Interfaces mit ospf wird überwacht.
- Es kann nun eingestellt werden, was aufgezeichnet wird. Hiermit
können unnötige Informationen rausgeworfen werden.
- Verzögerung von LSA-Aktualisieren während Entfernung und
Hinzufügung - verhindert flapping.
- Klartextauthentifikation wurde behoben.
- Ausgabe von »ospfctl show interfaces« wurde verbessert.
- Unterstützung von rtlabels während der Verteilung von Routen
wurde hinzugefügt.
- OpenNTPD 4.0:
- Unterstützung für Timedelta-Sensoren (wie zum Beispiel
DCF77-Empfänger, die von
udcf(4)
unterstützt werden, und GPS-Empfänger, die von
nmea(4)
unterstützt werden).
- Die Tickfrequenz des Kernels wird mittels
adjfreq(2)
angepasst, sodass die Genauigkeit vieler Maschinen erhöht wird.
- Sensoren oder Server können gewichtet werden, sodass ein
Timedelta-Sensor höher gewichtet sein kann als NTP-Peers.
- Mehr als 3700 Portierungen, 3400 fertige Pakete und verbesserte Werkzeuge
für die Pakete.
- Volle Unterstützung für pkg_add(1) über ssh(1), dabei wird nur
eine einzige Verbindung benötigt.
- Wie üblich weitergehende Verbesserungen in den Handbuchseiten und
anderer Dokumentation.
- Im System enthalten sind die folgenden großen Komponenten von
externen Anbietern:
- X.Org 6.9.0 (+ Korrekturroutinen, i386 enthält auch die XFree86-3.3.6-Server
(+ Korrekturroutinen) für alte Chipsätze, die nicht von X.Org unterstützt werden)
- GCC 2.95.3
(+ Korrekturroutinen) und 3.3.5
(+ Korrekturroutinen)
- Perl 5.8.8 (+ Korrekturroutinen)
- Apache 1.3.29, mod_ssl 2.8.16, DSO-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- OpenSSL 0.9.7j (+ Korrekturroutinen)
- Groff 1.15
- Sendmail 8.13.8, mit libmilter
- Bind 9.3.2-P1 (+ Korrekturroutinen)
- Lynx 2.8.5rel.4 mit HTTPS- und IPv6-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- Sudo 1.6.8p9
- Ncurses 5.2
- Latest KAME IPv6
- Heimdal 0.7.2 (+ Korrekturroutinen)
- Arla 0.35.7
- Binutils 2.15 (+ Korrekturroutinen)
- Gdb 6.3 (+ Korrekturroutinen)
Wie man installiert
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein
CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation
zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen
anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt
belassen, sodass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen
wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Bitte lies die folgenden Dateien auf den drei CD-ROMs oder auf einem
FTP-Spiegelserver für ausführliche Details, wie du OpenBSD 4.0 auf deiner
Maschine installierst:
- CD1:4.0/i386/INSTALL.i386
- CD2:4.0/amd64/INSTALL.amd64
- CD2:4.0/macppc/INSTALL.macppc
- CD3:4.0/sparc/INSTALL.sparc
- CD3:4.0/sparc64/INSTALL.sparc64
- FTP:.../OpenBSD/4.0/alpha/INSTALL.alpha
- FTP:.../OpenBSD/4.0/armish/INSTALL.armish
- FTP:.../OpenBSD/4.0/cats/INSTALL.cats
- FTP:.../OpenBSD/4.0/hp300/INSTALL.hp300
- FTP:.../OpenBSD/4.0/hppa/INSTALL.hppa
- FTP:.../OpenBSD/4.0/luna88k/INSTALL.luna88k
- FTP:.../OpenBSD/4.0/mac68k/INSTALL.mac68k
- FTP:.../OpenBSD/4.0/mvme68k/INSTALL.mvme68k
- FTP:.../OpenBSD/4.0/mvme88k/INSTALL.mvme88k
- FTP:.../OpenBSD/4.0/sgi/INSTALL.sgi
- FTP:.../OpenBSD/4.0/vax/INSTALL.vax
- FTP:.../OpenBSD/4.0/zaurus/INSTALL.zaurus
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD
und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der
Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende
INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
OpenBSD/i386:
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum, um das Booten von CD zu
aktivieren. Das OpenBSD/i386-Release befindet sich auf CD1. Wenn dein
BIOS das Booten von CD nicht unterstützt, brauchst du eine Bootdiskette,
mit der du dann installieren kannst. Um eine solche zu erstellen,
schreibe CD1:4.0/i386/floppy40.fs auf eine Diskette und boote vom
Diskettenlaufwerk.
Für eine breitere Unterstützung an SCSI-Controllern benutze stattdessen
CD1:4.0/i386/floppyB40.fs oder aber
CD1:4.0/i386/floppyC40.fs für bessere Laptopunterstützung.
Wenn du weder von einer CD noch von Diskette booten kannst, kannst du
per Netzwerk installieren, indem du PXE benutzt, wie es in INSTALL.i386
beschrieben ist.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst,
solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Um eine Bootdiskette unter MS-DOS zu erstellen, benutze das Programm
,rawrite', das du unter CD1:/4.0/tools/rawrite.exe finden kannst.
Um eine Bootdiskette unter einem Unix-Betriebssystem zu erstellen,
benutze das Programm
dd(1).
Es folgt ein Beispielaufruf für
dd(1),
wobei das Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein könnte.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen. Für mehr Informationen über das
Erstellen einer Bootdiskette oder über das Installieren von OpenBSD/i386
sieh dir bitte FAQ 4.3.1 an.
OpenBSD/amd64:
Das 4.0er Release von OpenBSD/amd64 befindet sich auf CD2. Boote von der
CD, um die Installation zu starten - du musst möglicherweise deine
BIOS-Einstellungen vorher anpassen.
Wenn du nicht von CD booten kannst, kannst du eine Bootdiskette
generieren, mit der installiert werden kann. Um das zu tun, schreibe
CD2:4.0/amd64/floppy40.fs auf eine Diskette und boote dann vom
Diskettenlaufwerk.
Wenn du weder von CD noch von Diskette booten kannst, kannst du über das
Netzwerk per PXE installieren, wie im INSTALL.amd64-Dokument beschrieben.
Wenn du vorhast, OpenBSD neben einem anderen Betriebssystem zu booten,
solltest du INSTALL.amd64 lesen.
OpenBSD/macppc:
Lege die CD2 in dein CD-ROM-Laufwerk und drücke die Taste C
während des Einschaltens bis der Bildschirm angeht und
OpenBSD/macppc boot anzeigt.
Alternativ kannst du am ,Open Firmware'-Prompt boot cd:,ofwboot
/4.0/macppc/bsd.rd eingeben.
OpenBSD/sparc:
Das 4.0er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD3. Um von dieser
CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle
benutzen - je nach der Version deines ROMs.
ok boot cdrom 4.0/sparc/bsd.rd
oder
> b sd(0,6,0)4.0/sparc/bsd.rd
Wenn dein SPARC-System kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von
Diskette booten. Um das zu tun, schreibe
CD3:4.0/sparc/floppy40.fs auf eine Diskette. Für mehr
Informationen siehe auch
FAQ 4.3.1. Um von einer Diskette
zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen -
je nach der Version deines ROMs.
ok boot floppy
oder
> b fd()
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Wenn dein SPARC-System weder ein Disketten- noch ein CD-Laufwerk hat,
kannst du entweder ein bootbares Streamerband bereit machen oder über
das Netzwerk installieren, wie im INSTALL.sparc-Dokument erklärt.
OpenBSD/sparc64:
Lege die CD3 in dein CD-ROM-Laufwerk und gib boot cdrom ein.
Wenn das nicht klappt oder du kein CD-ROM-Laufwerk hast, kannst du
CD3:4.0/sparc64/floppy40.fs oder
CD3:4.0/sparc64/floppyB40.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette schreiben und diese mit boot floppy booten.
Greife auf INSTALL.sparc64 zurück, wenn du weitere Details brauchst.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Du kannst auch CD3:4.0/sparc64/miniroot40.fs auf die
Swap-Partition der Platte schreiben und mit boot disk:b booten.
Wenn nichts davon funktioniert, kannst du auch über das Netz booten, wie
in INSTALL.sparc64 beschrieben.
OpenBSD/alpha:
Schreibe FTP:4.0/alpha/floppy40.fs oder
FTP:4.0/alpha/floppyB40.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette und gib boot dva0 ein. Halte dich an die
Anweisungen in INSTALL.alpha für mehr Details.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE
DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
OpenBSD/armish:
Nachdem eine serielle Schnittstelle angeschlossen wurde, kann Thecus
direkt über das Netzwerk mit tftp oder http booten. Konfiguriere das
Netzwerk mit fconfig, starte neu und lade bsd.rd - lies INSTALL.armish
für weitere Details. IOData HDL-G kann nur von einer EXT-2-Partition
booten. Boote Linux und kopiere »boot« sowie bsd.rd in die erste
Partition auf wd0 (hda1), lade und führe bsd.rd aus, ohne wd0i (hda1),
die ext2fs-Partition, zu verändern. Weitere Details befinden sich im
NSTALL.armish-Dokument.
OpenBSD/cats:
Nach dem Aktualisieren der Firmware auf mindestens ABLE 1.95 wenn nötig,
boote FTP:4.0/cats/bsd.rd von einem von ABLE unterstütztem
Gerät (wie von einer CD-ROM oder einer existierenden FFS- oder
EXT2FS-Partition).
OpenBSD/hp300:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hp300
befolgst.
OpenBSD/hppa:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hppa oder
von der hppa-Plattformseite befolgst.
OpenBSD/luna88k:
Kopiere bsd.rd auf eine Mach- oder UniOS-Partition und boote sie vom
PROM. Alternativ dazu kannst du ein bootbares Band erzeugen und davon
booten. Die Anweisungen in INSTALL.luna88k enthalten mehr Details.
OpenBSD/mac68k:
Boote MacOS wie immer und entpacke das Tool BSD/Mac68k-Booter
für die Mac-Seite von FTP:4.0/mac68k/utils auf deine Festplatte.
Konfiguriere den BSD/Mac68k-Booter mit dem Ort deines bsd.rd-Kernels
und boote den Installer. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.mac68k
für weitere Details zurück.
OpenBSD/mvme68k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME68K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme68k für mehr Details.
OpenBSD/mvme88k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
OpenBSD/sgi:
Brenne cd40.iso auf eine CD-R, lege sie in das CD-Laufwerk deiner
Maschine ein und wähle Install System Software vom
Systemverwaltungsmenü aus.
Wenn deine Maschine kein CD-Laufwerk hat, kannst du einen
DHCP/tftp-Netzwerkserver einrichten und unter Verwendung von
,bootp()/bsd.rd' booten. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.sgi für
weitere Details zurück.
OpenBSD/vax:
Boote mittels mopbooting über das Netzwerk - wie in INSTALL.vax
beschrieben.
OpenBSD/zaurus:
Verwende den unter Linux eingebauten grafischen ,ipkg installer',
installiere das openbsd40_arm.ipk-Paket. Starte neu und führe es
aus. Lies INSTALL.zaurus für ein paar wichtige Details.
Anmerkungen zum Quelltext:
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src
beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in
einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu
entpacken:
# mkdir -p /usr/src
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei sys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys
beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um
einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/srcsys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch
Benutzen dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen
der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es hier
beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres
CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett neu erzeugen
müsste.
Wie man aktualisiert
Wenn du bereits ein OpenBSD-3.9-System hast und keine Neuinstallation
machen willst, kannst du die
Upgradeanleitung benutzen,
die Anweisungen und Tipps dazu enthält.
Portierungsbaum
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungsbaums.
Um es zu entpacken:
# cd /usr
# tar xvfz /tmp/ports.tar.gz
# cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums
von OpenBSD.
Lies am besten die Portierungs-Seite, wenn du
noch nichts über Portierungen weißt.
Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur
dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu ermöglichen.
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie
(siehe in der Handbuchseite von
cvs(1) nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierungen dar.
Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs
verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den
Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den
Baum mit diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_4_0
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und
des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines
Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete
erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 4.0 werden verfügbar
gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne eine weitere Portierung sehen willst, mithelfen willst oder
einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste
ports@openbsd.org abonnieren.
www@openbsd.org
$OpenBSD: 40.html,v 1.24 2012/04/19 23:56:49 ajacoutot Exp $