Das OpenBSD-Release 3.7:
Am 19. Mai 2005 veröffentlicht
Copyright 1997 - 2005, Theo de Raadt.
ISBN 0-9731791-5-5
3.7-Lied: ,The Wizard of OS'
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man aktualisiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Um die Dateien von diesem Release zu beziehen:
- Bestelle eine CD-ROM über unser
Bestellsystem.
- Sieh dir die Informationen auf der FTP-Seite
an, wenn du eine Liste der Spiegelserver sehen willst.
- Geh in das Verzeichnis pub/OpenBSD/3.7/
auf einem der Spiegelserver.
- Überfliege den Rest dieser Seite.
- Schau dir die 3.7-Errataseite an, um
eine Liste an Bugs und Workarounds zu erhalten.
- Lies dir das
detaillierte Protokoll der
Änderungen zwischen dem 3.6- und dem 3.7-Release durch.
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen
können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz,
sys.tar.gz und XF4.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien,
die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die
benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen,
sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Was es Neues gibt
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und
Teilsystemen, die in OpenBSD 3.7 integriert wurden. Eine vollständige
Liste findet sich im Changelog, das zu 3.7
führt.
- Neue Plattformen:
- OpenBSD/zaurus
Die ARM-Portierungsbemühungen erweiternd, wird der Sharp Zaurus SL-C3000
unterstützt, wodurch sich eine sichere ssh-fähige Maschine in deiner
Tasche befinden kann.
- OpenBSD/sgi.
Eine 64-Bit-Portierung unterstützt O2-Maschinen mit R5000-, RM5200-,
RM7000-, R10000- und R12000-CPUs.
- Unterstützung für weitere viel schnellere 64-Bit-Maschinen (im
32-Bit-Modus) in der OpenBSD/hppa-Portierung.
- Verbesserte Hardwareunterstützung, einschließlich:
- Neuer ath(4)-Treiber
für Atheros-IEEE-802.11a/b/g-Wireless-Netzwerkadapter.
- Neuer iwi(4)-Treiber
für
Intell-PRO/Wireless-2200BG/2225BG/2915ABG-IEEE-802.11a/b/g-Wireless-Netzwerkadapter.
- Neuer ipw(4)-Treiber
für Intel-PRO/Wireless-2100-IEEE-802.11b-Wireless-Netzwerkadapter.
- Neuer atu(4)-Treiber
für Atmel-AT76C50x-USB-IEEE-802.11b-Wireless-Netzwerkadapter.
- Neuer ral(4)-
und ural(4)- [USB]
-Treiber für Ralink-Technology-RT25x0-IEEE-802.11a/b/g-Wireless-Netzwerkadapter.
- Neuer rtw(4)-Treiber
für Realtek-8180-IEEE-802.11b-Wireless-Netzwerkadapter.
- Unterstützung zum
re(4)-Treiber
für Realtek-8169-CardBus-Ethernetadapter hinzugefügt.
- Neuer udav(4)-Treiber
für Davicom-DM9601-USB-Ethernetadapter.
- Neuer vge(4)-Treiber
für VIA-Networking-Technologies-VT6122-PCI-Gigabit-Ethernetadapter.
- Neuer piixpm(4)-Adapter
für den Intel-PIIX-Energieverwaltungscontroller.
- Neuer ubt(4)-Treiber
für USB-Bluetooth-Adapter.
- Viele Verbesserungen in der
OpenBSD/mac68k-Portierung.
- Auf eine bsd.rd-basierte Installation gewechselt.
- Interruptsystem verbessert.
- Partitionen werden mit
pdisk(8)
erstellt.
- mc(4)-Unterstützung
hinzugefügt und
zsc(4)-Unterstützung
verbessert.
- Neue Programme:
- ospfd(8),
das das
OSPFv2-Routing-Protokoll
implementiert.
- getcap(1),
das einfachen Zugriff auf die ,capability'-Datenbank bereitstellt.
- Neue Funktionalität:
- Reparierter ,mirroring'-Modus in ccd(4).
- Privilegienseparation für ftpd(8).
- Bash-ähnliche Prompterweiterung und POSIX-Hex- und -Octal-Konstanten
in ksh(1).
- Verbesserte TCP-,send'-Performance.
- Wiedereinkehrende
getproto*_r(3)-
und
getserv*_r(3)-Funktionen.
- Unterstützung für
pppoe(4)
im Kernel.
- Unterstützung für
pim(4)
(Protocol Independent Multicast) hinzugefügt.
- Neue Funktionalität für ntpd(8),
dem ,Network Time Protocol'-Daemon:
- Die Uhrzeit kann nun von ntpd selbstständig unmittelbar nach dem
Starten gesetzt werden, wodurch das vorherige Starten von rdate -n
unnötig wird.
- Verwende ,median' statt ,average', wenn alle Offsets der ,peers'
sich zu einem zusammentreffen, was die Resistenz gegen falsch
laufende Uhren erheblich verbessert.
- Korrekt ,rootdelay', ,stratum' und ,precision' berechnen; diese in
die gesendeten Antworten während dem Servermodus einfügen.
- Viele Aufzeichnungsverbesserungen: ntpd ist nun fast völlig leise
während normaler Arbeitsweise (außer natürlich im Debugmodus).
- Neue Funktionalität für bgpd(8),
dem ,Border Gateway Protocol'-Daemon:
- Erlaube ,sessions', auf den ,master/backup state' des
CARP-Interfaces zu basieren, wodurch ,failover'-Zeiten in
redundanten Einsatzgebieten verkürzt werden.
- Geringere Latenz für Anfragen von anderen ,peers' oder bgpctl bei
hoher Last, z. B. bei erstmaligem Tabellentransfer, wenn eine
,session' hochfährt.
- Erlaube es den ,peer'-Bezeichnungen, in bgpctl-Kommandos genutzt zu
werden, bei denen zuvor nur deren IPs genutzt werden konnten.
- Erlaube es bgpd, nicht seine AS-Nummer voranzustellen und den
,nexthop' bei gesendeten Aktualisierungen nicht zu modifizieren.
- Zeige dazugehörige Interfaces und ihren Status unter ,show nexthop'
an, um dabei zu helfen, warum ,nexthops' ungültig sind.
- Erlaube relative metrische Modifikationen, z. B. ,set localpref
+20'.
- Neue Funktionalität und Verbesserungen für pf(4),
dem Paketfilter:
- Verbessertes carp(4),
neuer carpdev-Modus für Interfaces ohne IP.
- Unterstützung zum Begrenzen von TCP-Verbindungen anhand der
Aufbaurate, automatisch werden anstürmende (flooding) IP-Adressen
in Tabellen und ,flushing states' hinzugefügt
(max-src-conn-rate, overload <table>,
flush global).
- Verbesserte Funktionalität der Markierungen (tag und
tagged für Übersetzungsregeln, alle Pakete, die einem
bestimmten ,state'-Eintrag entsprechen, werden markiert).
- Verbesserte Diagnosen (Fehlermeldungen und zusätzliche Zähler von
pfctl -si).
- Neues Schlüsselwort set skip on um das Filtern auf
willkürlichen Interfaces zu überspringen, wie zum Beispiel dem
Loopback.
- Filtern der route(8)-Label.
- Viele Fehlerkorrekturen, die die Stabilität erhöhen.
- Neue Funktionalität und Verbesserungen für isakmpd(8),
dem ,Internet Security Association and Key Management'-Daemon.
- Adress-, Netzwerk- und Netzmaskenwerte der ,IPsec-ID' können nun
mit einem Interfacenamen oder dem Schlüsselwort ,default' angegeben
werden (in diesem Fall wird die Adresse basierend auf der
standardmäßigen Route ausgewählt).
- Verbesserte NAT-T- und DPD-Stabilität sowie der Interoperabilität.
- Neue Funktionalität und Verbesserungen für spamd(8),
dem ,Spamd Spam Deferral'-Daemon
- Erlaube das Hinzufügen von Spamtrap-Adressen zur Spamd-Datenbank
unter Verwendung von spamdb(8).
Spamd wird automatisch Hosts auf die Blacklist setzen, die versuchen,
Mail an eine Spamtrap-Adresse zu senden, während sie sich auf der
Greylist befinden.
- Neue Funktionalität und viele Verbesserungen für die
»Paketwerkzeuge«:
- Allgemeine Überarbeitung des Paketformats, Vereinfachung der
allgemeinen Aufgaben, wie zum Beispiel das Anlegen von Benutzern.
- ,In-place' Aktualisierungen von Paket mit pkg_add -r.
- Statusbalken, die das Installieren von großen Paketen angenehmer
machen.
- Zuverlässige Abhängigkeiten bei Shared Librarys, ebenfalls beim
Basissystem.
- Viele Geschwindigkeitsverbesserungen.
- Mehr als 3000 Portierungen und 2800 fertige Pakete.
- Viele Verbesserungen in der Sicherheit und Zuverlässigkeit.
Sauberer Quelltext für
ksh(1),
httpd(8)
und viele weitere Programme.
- Wie üblich viele Verbesserungen in den Handbuchseiten und anderer
Dokumentation.
- OpenSSH 4.1:
- Lokale, entfernte und dynamische Portweiterleitung kann so
konfiguriert werden, dass es auf bestimmte IP-Adressen lauscht.
-
sshd_config(5) versteht nun ,GatewayPorts clientspecified',
um vom Client angegebene Adressen, auf denen gelauscht werden
soll, in entfernten Portweiterleitungen zu akzeptieren. Das
bestehende Verhalten von ,ja' und ,nein' wird verwaltet.
- known_hosts-Dateien können ge,hash't werden, um Geheimhaltung
bieten zu können, wenn sie später aufgedeckt werden.
-
ssh_keygen(1) hat nun zusätzliche Modi, um ,hashed'
known_hosts-Dateien zu generieren und zu verwalten.
- Anwender werden vor nahestehenden Passwort- und Kontenabläufen
gewarnt.
- Korrumpierte Schlüssel in authorized_keys werden nun
dementsprechend behandelt.
-
sftp(1) hat Geschwindigkeitsverbesserungen für ,ls' und
verwendet nun libedit für Kommandozeileneditierung und -,history'.
-
sshd wird nun die Quelle der Verbindungen aufzeichnen,
die durch AllowUsers, DenyUsers, AllowGroups und DenyGroups
abgelehnt wurden.
- AddressFamily-Optionen in
sshd_config(5) hat nun eine AddressFamily-Option, um
systemweite Kontrolle über IPv4- und IPv6-Verwendung von
sshd(8) anzubieten.
-
ssh(1)s ,multiplex'- (ControlMaster) -Modus wurde verbessert
und bietet nun weitere Fähigkeiten, wie zum Beispiel das
Überprüfen, ob der ,master' noch verfügbar ist, das Ermitteln seiner
Prozess-ID und die Anfrage zum Herunterfahren.
- OpenBSD/i386 und
OpenBSD/macppc verwenden nun
gcc 3.3.5.
- OpenBSD/amd64,
OpenBSD/cats,
OpenBSD/macppc,
OpenBSD/hppa,
OpenBSD/sgi,
OpenBSD/sparc64 und
OpenBSD/zaurus verwenden nun
,DWARF2 (C++) exception handling'.
- Im System enthalten sind die folgenden großen Komponenten von
externen Anbietern:
- X.Org 6.8.2 (+ Korrekturroutinen, i386 enthält auch die XFree86-3.3.6-Server
(+ Korrekturroutinen) für alte Chipsätze, die nicht von X.Org unterstützt
werden)
- GCC 2.95.3
(+ Korrekturroutinen) und 3.3.5
(+ Korrekturroutinen)
- Perl 5.8.6 (+ Korrekturroutinen)
- Apache 1.3.29, mod_ssl 2.8.16, DSO-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- OpenSSL 0.9.7d (+ Korrekturroutinen)
- Groff 1.15
- Sendmail 8.13.3 mit libmilter
- Bind 9.3.0 (+ Korrekturroutinen)
- Lynx 2.8.5rel.2 mit HTTPS- und IPv6-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- Sudo 1.6.8p6
- Ncurses 5.2
- Neuestes KAME IPv6
- Heimdal 0.6rc1 (+ Korrekturroutinen)
- Arla 0.35.7
- Binutils 2.15
- Gdb 6.3
Wie man installiert
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein
CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation
zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen
anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt
belassen, sodass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen
wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Bitte lies die folgenden Dateien auf den drei CD-ROMs oder auf einem
FTP-Spiegelserver für ausführliche Details, wie du OpenBSD 3.7 auf deiner
Maschine installierst:
- CD1:3.7/i386/INSTALL.i386
- CD1:3.7/vax/INSTALL.vax
- CD2:3.7/amd64/INSTALL.amd64
- CD2:3.7/macppc/INSTALL.macppc
- CD3:3.7/sparc/INSTALL.sparc
- CD3:3.7/sparc64/INSTALL.sparc64
- FTP:.../OpenBSD/3.7/alpha/INSTALL.alpha
- FTP:.../OpenBSD/3.7/cats/INSTALL.cats
- FTP:.../OpenBSD/3.7/hp300/INSTALL.hp300
- FTP:.../OpenBSD/3.7/hppa/INSTALL.hppa
- FTP:.../OpenBSD/3.7/luna88k/INSTALL.luna88k
- FTP:.../OpenBSD/3.7/mac68k/INSTALL.mac68k
- FTP:.../OpenBSD/3.7/mvme68k/INSTALL.mvme68k
- FTP:.../OpenBSD/3.7/mvme88k/INSTALL.mvme88k
- FTP:.../OpenBSD/3.7/sgi/INSTALL.sgi
- FTP:.../OpenBSD/3.7/zaurus/INSTALL.zaurus
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD
und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der
Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende
INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
OpenBSD/i386:
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum, um das Booten von CD zu
aktivieren. Das OpenBSD/i386-Release befindet sich auf CD1. Wenn dein
BIOS das Booten von CD nicht unterstützt, brauchst du eine Bootdiskette,
mit der du dann installieren kannst. Um eine solche zu erstellen,
schreibe CD1:3.7/i386/floppy37.fs auf eine Diskette und boote vom
Diskettenlaufwerk.
Für eine breitere Unterstützung an SCSI-Controllern benutze stattdessen
CD1:3.7/i386/floppyB37.fs oder aber
CD1:3.7/i386/floppyC37.fs für bessere Laptopunterstützung.
Wenn du weder von einer CD noch von Diskette booten kannst, kannst du
per Netzwerk installieren, indem du PXE benutzt, wie es in INSTALL.i386
beschrieben ist.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst,
solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Um eine Bootdiskette unter MS-DOS zu erstellen, benutze das Programm
,rawrite', das du unter CD1:/3.7/tools/rawrite.exe finden kannst.
Um eine Bootdiskette unter einem Unix-Betriebssystem zu erstellen,
benutze das Programm
dd(1). Es folgt ein Beispielaufruf für
dd(1),
wobei das Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein könnte.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen. Für mehr Informationen über das
Erstellen einer Bootdiskette oder über das Installieren von OpenBSD/i386
sieh dir bitte FAQ4.3.1 an.
OpenBSD/vax:
Boote über das Netzwerk per mopbooting wie in INSTALL.vax beschrieben.
OpenBSD/amd64:
Das 3.7er Release von OpenBSD/amd64 befindet sich auf CD2. Boote von der
CD, um die Installation zu starten - du musst möglicherweise deine
BIOS-Einstellungen vorher anpassen.
Wenn du nicht von CD booten kannst, kannst du eine Bootdiskette
generieren, mit der installiert werden kann. Um das zu tun, schreibe
CD2:3.7/amd64/floppy37.fs auf eine Diskette und boote dann vom
Diskettenlaufwerk.
Wenn du weder von CD noch von Diskette booten kannst, kannst du über das
Netzwerk per PXE installieren, wie im INSTALL.amd64-Dokument beschrieben.
Wenn du vorhast, OpenBSD neben einem anderen Betriebssystem zu booten,
solltest du INSTALL.amd64 lesen.
OpenBSD/macppc:
Lege die CD2 in dein CD-ROM-Laufwerk und drücke die Taste C
während des Einschaltens bis der Bildschirm angeht und
OpenBSD/macppc boot anzeigt.
Alternativ kannst du am ,Open Firmware'-Prompt boot cd:,ofwboot
/3.7/macppc/bsd.rd eingeben.
OpenBSD/sparc:
Das 3.7er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD3. Um von dieser
CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle
benutzen - je nach der Version deines ROMs.
ok boot cdrom 3.7/sparc/bsd.rd
oder
> b sd(0,6,0)3.7/sparc/bsd.rd
Wenn dein SPARC-System kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von
Diskette booten. Um das zu tun, schreibe
CD3:3.7/sparc/floppy37.fs auf eine Diskette. Für mehr
Informationen siehe auch
FAQ4.3.1. Um von einer Diskette
zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen -
je nach der Version deines ROMs.
ok boot floppy
oder
> boot fd()
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Wenn dein SPARC-System weder ein Disketten- noch ein CD-Laufwerk hat,
kannst du entweder ein bootbares Streamerband bereit machen oder über
das Netzwerk installieren, wie im INSTALL.sparc-Dokument erklärt.
OpenBSD/sparc64:
Lege die CD3 in dein CD-ROM-Laufwerk und gib boot cdrom ein.
Wenn das nicht klappt oder du kein CD-ROM-Laufwerk hast, kannst du
CD3:3.7/sparc64/floppy37.fs auf eine Diskette schreiben und diese
mit boot floppy booten.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Du kannst auch CD3:3.7/sparc64/miniroot37.fs auf die
Swap-Partition der Platte schreiben und mit boot disk:b booten.
Wenn nichts davon funktioniert, kannst du auch über das Netz booten, wie
in INSTALL.sparc64 beschrieben.
OpenBSD/alpha:
Schreibe FTP:3.7/alpha/floppy37.fs oder
FTP:3.7/alpha/floppyB37.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette und gib boot dva0 ein. Halte dich an die
Anweisungen in INSTALL.alpha für mehr Details.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE
DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
OpenBSD/cats:
Nach dem Aktualisieren der Firmware auf mindestens ABLE 1.95 wenn nötig,
boote FTP:3.7/cats/bsd.rd von einem von ABLE unterstütztem
Gerät (wie von einer CD-ROM oder einer existierenden FFS- oder
EXT2FS-Partition).
OpenBSD/hp300:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hp300
befolgst.
OpenBSD/hppa:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hppa oder
von der hppa-Plattformseite befolgst.
OpenBSD/luna88k:
Kopiere bsd.rd auf eine Mach- oder UniOS-Partition und boote sie vom
PROM. Alternativ dazu kannst du ein bootbares Band erzeugen und davon
booten. Die Anweisungen in INSTALL.luna88k enthalten mehr Details.
OpenBSD/mac68k:
Boote MacOS wie immer und entpacke das Tool BSD/Mac68k-Booter
für die Mac-Seite von FTP:3.7/mac68k/utils auf deine Festplatte.
Konfiguriere den BSD/Mac68k-Booter mit dem Ort deines bsd.rd-Kernels
und boote den Installer. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.mac68k
für weitere Details zurück.
OpenBSD/mvme68k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME68K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme68k für mehr Details.
OpenBSD/mvme88k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
OpenBSD/sgi:
Richte einen DHCP/tftp-Netzwerkserver ein und boote unter Verwendung
von ,bootp()/bsd.rd'. Greife auf die Anweisungen in INSTALL.sgi für
weitere Details zurück.
OpenBSD/zaurus:
Verwende den unter Linux eingebauten grafischen ,ipkg installer',
installiere das openbsd37_arm.ipk-Paket. Starte neu und führe es
aus. Lies INSTALL.zaurus für ein paar wichtige Details.
Anmerkungen zum Quelltext:
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src
beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in
einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu
entpacken:
# mkdir -p /usr/src
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei sys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys
beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um
einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/srcsys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch
Benutzen dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen
der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es hier
beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres
CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett neu erzeugen
müsste.
Wie man aktualisiert
Wenn du bereits ein OpenBSD-3.6-System hast und keine Neuinstallation
machen willst, kannst du die
Upgradeanleitung benutzen,
die Anweisungen und Tipps dazu enthält.
Portierungsbaums
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungsbaums.
Um es zu entpacken:
# cd /usr
# tar xvfz /tmp/ports.tar.gz
# cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums
von OpenBSD.
Lies am besten die Portierungs-Seite, wenn du
noch nichts über Portierungen weißt.
Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur
dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu
ermöglichen.
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie
(siehe in der Handbuchseite von
cvs(1) nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierung dar.
Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs
verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den
Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den
Baum mit diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_3_7
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und
des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines
Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete
erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 3.7 werden verfügbar
gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne eine weitere Portierung sehen willst, mithelfen willst oder
einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste
ports@openbsd.org abonnieren.
www@openbsd.org
$OpenBSD: 37.html,v 1.23 2012/04/19 23:56:49 ajacoutot Exp $