Das OpenBSD-Release 3.5:
Am 1. Mai 2004 veröffentlicht
Copyright 1997 - 2004, Theo de Raadt.
ISBN 0-9731791-3-9
3.5-Lied: ,CARP License' und ,Redundancy must be free'
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Um die Dateien von diesem Release zu beziehen:
- Bestelle eine CD-ROM über unser
Bestellsystem.
- Sieh dir die Informationen auf der FTP-Seite
an, wenn du eine Liste der Spiegelserver sehen willst.
- Geh in das Verzeichnis pub/OpenBSD/3.5/
auf einem der Spiegelserver.
- Überfliege den Rest dieser Seite.
- Schau dir die 3.5-Errataseite an, um
eine Liste an Bugs und Workarounds zu erhalten.
- Lies dir das
detaillierte Protokoll der
Änderungen zwischen dem 3.4- und dem 3.5-Release durch.
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen
können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz,
sys.tar.gz und XF4.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien,
die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die
benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen,
sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Was es Neues gibt
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und
Teilsystemen, die in OpenBSD 3.5 integriert wurden. Eine vollständige
Liste findet sich im Changelog, das zu 3.5
führt.
- Neue Plattformen:
- OpenBSD/amd64
Unterstützt die AMD64-Architektur nativ mit vollen 64 Bit, 8 extra
Registern in der Architektur, um die Leistung deutlich zu erhöhen
und ein Non-Executable-Bit in der Speicherverwaltung, das volle
W^X-Unterstützung erlaubt.
(Hinweis: Die demnächst erscheinenden AMD64-kompatiblen
Intel-,ia32e'-Prozessoren wurden ebenfalls getestet und laufen, auch
wenn sie kein NX-Bit besitzen).
- OpenBSD/cats
Unser erster Auftritt in der ARM-Prozessorlandschaft. Wir beabsichtigen,
dies als Entwicklungsplattform für zukünftig geplante Dinge zu
nutzen.
- OpenBSD/mvme88k
Wir unterstützen eine ältere, aber sehr coole, Prozessorarchitektur,
möglicherweise der reinste RISC-Prozessor, der jemals gebaut wurde.
- Ersatz der GNU-Kommandos
bc(1),
dc(1),
nm(1) und
size(1)
durch BSD-lizenzierte Gegenstücke.
- Eine große Anzahl Fehlerkorrekturen, Änderungen und
Optimierungen an unserem Paketfilter
pf(4),
einschließlich:
- Atomare Änderungen an den Regeln (verringert die Gefahr, in einen
inkonsistenten Zustand hineinzulaufen).
- Verringerung der Größe der ,state table'-Einträge um 30 %.
- Source-tracking (begrenzt die Anzahl Clients und Zustände pro
Client).
- Sticky-address (Die Flexibilität von round-robin mit den Vorteilen
von source-hash).
- Umkehr der ,socket match'-Reihenfolge, wenn auf localhost umgeleitet
wird (Verhindert ein mögliches Sicherheitsproblem, bei dem entfernte
Verbindungen als lokal identifiziert werden).
- Signifikante Verbesserungen bei der Behandlung von Interfaces.
- Neue Tools zum Failover von filternden Gateways:
- CARP (the Common Address Redundancy Protocol)
carp(4)
erlaubt mehreren Maschinen, die Zuständigkeit für eine oder
mehrere bestimmte IP-Adressen zu teilen. Wenn der Besitzer der
Adresse ausfällt, übernimmt ein anderes Mitglied der Gruppe dafür.
Eine Erläuterung der Geschichte von CARP kann
hier gefunden werden.
- Ergänzungen zum
pfsync(4)-Interface
erlauben es, ,state table'-Einträge zwischen zwei oder mehr
parallel arbeitenden Firewalls zu synchronisieren, was
zustandsbehafteten Verbindungen erlaubt, irgendeine der Firewalls
zu überqueren, egal, auf welcher der ,state' ursprünglich erstellt
wurde.
- Neue Funktionalität:
- pty(4)-Geräte
werden nun bei Bedarf alloziert, bis zu einer konfigurierbaren Grenze.
- Neues ptm-Device (vergleiche
pty(4)
), das den Zugriff nicht privilegierter Prozesse erlaubt, um ein pty mit
korrekten Rechten zu allozieren.
Als Konsequenz kann nun jeder Prozess ganz einfach ein pty öffnen, was
bedeutet, dass
xterm(1)
und
xconsole(1)
nicht mehr setuid root sind. (In 3.4 waren sie setuid root, haben aber
die Privilegien zurückgegeben).
- Der
closefrom(2)-Systemaufruf
wurde hinzugefügt.
- TCP-MD5-Signaturen (benutzt von
nc(1)
und
bgpd(8)).
- Unterstützung von Netzwerkboot für i386 und amd64 mit Hilfe von
pxeboot(8).
- Die Bootloaderbegrenzung von 8 GB wurde auf i386 abgeschafft.
- spamd(8)
hat nun Unterstützung für
greylisting.
Das ermöglicht, dass Greylisting (eine sehr mächtige Methode zur
Reduzierung von Spam) auf einer Firewall für viele Mail-Hosts zu
erledigen, egal, welcher MTA benutzt wird.
- Interface-'cloning', zugreifbar über die
ifconfig(8)-Kommandos
create und destroy. Zum Beispiel ,ifconfig vlan100
create'.
-
ifconfig(8)
kann jetzt mit einem generischen Interfacenamen verwendet
werden, um alle derart konfigurierten Interfaces anzuzeigen. Zum
Beispiel ,ifconfig carp'.
- Die MAKEDEV(8)-Handbuchseiten werden nun generiert und sind deshalb
immer korrekt.
- Komplettes Neuschreiben der
Paket-Werkzeuge in Perl.
- syslogd(8)
unterstützt nun Logging in Speicherpuffer, die von
syslogc(8) gelesen werden können.
Das ist sehr praktisch für ,diskless' oder Flash-basierte Computer.
- IPsec-ESP-in-UDP-Encapsulation.
-
malloc(3)-chunk-Randomisierung und überwachte Seiten.
Das hilft, out-of-bound Lese- und Schreibzugriffe aufzuspüren.
-
authpf(8) markiert Datenpakete nun in
pflog(4), sodass Benutzer durch eine NAT-Konfiguration hindurch mit
dem Traffic in Zusammenhang gebracht werden können.
- hw.setperf sysctl erlaubt die Kontrolle der Geschwindigkeit auf
vielen neuen i386er
CPUs,
was sehr gut für eine verlängerte Akkulaufzeit ist.
- XFS wurde den GENERIC-Kernel hinzugefügt, sodass der
afsd(8)
einfach gestartet werden kann, ohne den Kernel neukompilieren zu
müssen, um AFS benutzen zu können.
AFS kann jetzt anonym genutzt werden, indem man es in
rc.conf(8)
ohne weitere Konfiguration einfach einschaltet.
- Die Tools
ps,
top
und w
werfen nicht länger Fehler, wenn in den Kerneldatenstrukturen
Änderungen vorgenommen wurden.
- Ein
poll-Interface wurde zu den
rpc-Routinen
in der Standard-C-Bibliothek hinzugefügt.
Ein Benutzen von
poll
statt
select
kann bessere Leistung in Programmen mit einer großen Zahl offener
Dateideskriptoren bringen.
- dhclient(8) bemerkt nun, wenn das Interface, das er konfiguriert hat,
modifiziert wurde, und beendet sich höflich. Ein wiederholtes
Starten auf dem selben Interface hinterlässt z. B. nur die letzte
Instanz aktiv.
- Privilegientrennung hinzugefügt, um komplexe Operationen in einem
nicht vertrauenswürdigen, unprivilegierten Prozess ausführen zu
können, was in viel größerer Sicherheit für die folgenden
Prozesse resultiert:
- Neue Tools:
- Leistungsverbesserungen:
- Verbessertes ,connection/socket lookup' - ca. 100 mal schneller bei
10000 Sockets als 3.4.
- TCP-SYN-Cache. Verringert enorm den Speicherbedarf von halboffenen
TCP-Verbindungen.
- TCP-Anpassungen implementiert wie in
RFC3390
verlangt, kontrollierbar über
sysctl.
- Beschleunigung von OpenSSL auf i386, bis zu 100 % Verbesserung
für md5, sha1, blowfish, des, 3des, rsa, dsa und bn.
- OpenSSL benutzt nun direkt die neuen AES-Anweisungen einiger
VIA-C3-Prozessoren, was AES auf 780 MByte/s beschleunigt (So
bekommt man eine lüfterlose CPU zu sehen, die AES zehnmal schneller
erledigt als der schnellste Prozessor auf dem Markt).
- ,Directory hashing' beschleunigt die Suche in großen Verzeichnissen
sehr.
- Speicherseiten mit SSE auf Null setzen. Schnellere Operation und kein
Stress für den Cache.
- SCSI(4)-Verbesserungen:
- Busuntersuchung schneller durch Überspringen nicht vorhandener LUNs.
- Busuntersuchung vernünftiger durch Herausnehmen störender Kommandos.
- Busuntersuchung sicherer durch INQUIRY-Kommandos, die nur nach
verfügbaren Daten fragen.
- Entfernen einer Wettlaufsituation, die u. a. Probleme beim
Brennen von CDs bei hoher Geschwindigkeit verursacht hat.
- Die Ausgabe von SCSIDEBUG kann nun auf bestimmte Busse eingeschränkt
werden.
- ASC/ASCQ-Diagnosemeldungen auf SCSI-3-Standard aktualisiert.
- Bessere Fehlerbehandlung.
- Verbesserte Hardwareunterstützung einschließlich:
- Die hppa-Architektur bekommt Unterstützung
für viele
PCI-basierte
Maschinen und der
dino(4)-GSC-PCI-Bridge.
- Neuer
oosiop(4)-Treiber
für die NCR-53C700-SCSI-Hostadapter.
- Große Verbesserungen am ahc(4), was Unterstützung für viele neue
Modelle bringt.
- Neuer bce(4)-Treiber,
der den Broadcom-BCM4401-FastEthernet-Chipsatz unterstützt.
- Neuer
mpt(4)-Treiber
für die LSI-Fusion-MPT-SCSI- und -FibreChannel-Hostadapter.
- Neuer snapper(4)-Audiotreiber für das kürzlich
erschienene iBook (seit Mai 2002) und PowerBook (seit April 2002).
- Verbesserte Stabilität des
wi(4)
Treibers und Unterstützung für USB-basierte Adapter und Software-WEP.
- wi(4)
im HostAP-Modus unterstützt nun SSID-,hiding' und neue Versionen der
Prism-Firmware.
- Mehrere Firmware-Inkompatibilitäten in
an(4)
behoben.
- Verbesserte ATA- und SATA-Unterstützung.
- Unterstützung für i835-AGP-GART in
vga(4).
- Verbesserte Gigabit-Ethernet-Unterstützung für
em(4), sk(4)
und
bge(4).
- Mehrere Fixes für
apm(4).
- Unterstützung für Intel-852/855/865-AGP-Chipsätze.
- Viel mehr USB-Flash und andere
umass(4)-Geräte
arbeiten nun wegen der SCSI-Verbesserungen.
- Dieses Release kommt mit Firefox für alle großen Architekturen.
- Große Verbesserungen in
pthreads(3).
- Über 2500 Portierungen, 2300 vorkompilierte Pakete.
- Viele Verbesserungen für Sicherheit und Zuverlässigkeit (vgl.
das rot gedruckte im kompletten Changelog).
- Viele Verbesserungen in den Handbuchseiten und anderen
Dokumentationen.
- Gcc 3.3.2 einschließlich lokaler Zusätze wie ProPolice-Unterstützung
für die
OpenBSD/amd64-,
OpenBSD/cats- und
OpenBSD/sparc64-Plattformen.
Andere Architekturen benutzen immer noch gcc 2.95.3 mit denselben lokalen
Zusätzen.
- OpenSSH 3.8.1:
-
sshd(8)
unterstützt nun erzwungene Änderungen abgelaufener Passwörter
durch
passwd(1).
-
ssh(1)
benutzt nun sog. ,untrusted cookies' für das X11-Forwarding.
Einige X11-Anwendungen brauchen möglicherweise Vollzugriff auf den
X11-Server, hierzu vgl. ForwardX11Trusted in der
ssh_config(5)
und
xauth(1).
-
ssh(1)
unterstützt nun das Senden von Keepalive-Nachrichten auf Anwendungsebene.
Vergleiche ServerAliveInterval in
ssh_config(5).
- Verbesserte
sftp(1)-,batch file'-Unterstützung.
- Neue KerberosGetAFSToken-Option für
sshd(8).
- Aktualisierte /etc/moduli-Datei und verbesserte Leistung für
Protokollversion 2.
- Unterstützung für ,host keys' im DNS.
- Die experimentelle ,gssapi'-Unterstützung wurde durch
,gssapi-with-mic' ersetzt, um mögliche MITM-Angriffe zu beheben.
Die zwei Versionen sind nicht kompatibel.
- Im System enthalten sind die folgenden großen Komponenten von
externen Anbietern:
- XFree86 4.4.0 (+ Korrekturroutinen, i386 enthält auch die
3.3.X-Server, liefert Unterstützung für alle Chipsätze)
- Gcc 2.95.3 (+ Korrekturroutinen) und 3.3.2 (+ Korrekturroutinen)
- Perl 5.8.2 (+ Korrekturroutinen)
- Apache 1.3.29, mod_ssl 2.8.16, DSO-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- OpenSSL 0.9.7c (+ Korrekturroutinen)
- Groff 1.15
- Sendmail 8.12.11
- Bind 9.2.3 (+ Korrekturroutinen)
- Lynx 2.8.4rel.1 mit HTTPS- und IPv6-Unterstützung (+ Korrekturroutinen)
- Sudo 1.6.7p5
- Ncurses 5.2
- Aktuelles KAME IPv6
- Heimdal 0.6rc1 (+ Korrekturroutinen)
- Arla-current
Wie man installiert
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein
CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation
zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen
anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt
belassen, sodass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen
wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Bitte lies die folgenden Dateien auf den drei CD-ROMs oder auf einem
FTP-Spiegelserver für ausführliche Details, wie du OpenBSD 3.5 auf deiner
Maschine installierst:
- CD1:3.5/i386/INSTALL.i386
- CD1:3.5/vax/INSTALL.vax
- CD2:3.5/amd64/INSTALL.amd64
- CD2:3.5/macppc/INSTALL.macppc
- CD3:3.5/sparc/INSTALL.sparc
- CD3:3.5/sparc64/INSTALL.sparc64
- FTP:.../OpenBSD/3.5/alpha/INSTALL.alpha
- FTP:.../OpenBSD/3.5/cats/INSTALL.cats
- FTP:.../OpenBSD/3.5/hp300/INSTALL.hp300
- FTP:.../OpenBSD/3.5/hppa/INSTALL.hppa
- FTP:.../OpenBSD/3.5/mac68k/INSTALL.mac68k
- FTP:.../OpenBSD/3.5/mvme68k/INSTALL.mvme68k
- FTP:.../OpenBSD/3.5/mvme88k/INSTALL.mvme88k
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD
und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der
Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende
INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
OpenBSD/i386:
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum, um das Booten von CD zu
aktivieren. Das OpenBSD/i386-Release befindet sich auf CD1. Wenn dein
BIOS das Booten von CD nicht unterstützt, brauchst du eine Bootdiskette,
mit der du dann installieren kannst. Um eine solche zu erstellen,
schreibe CD1:3.5/i386/floppy35.fs auf eine Diskette und boote vom
Diskettenlaufwerk.
Für eine breitere Unterstützung an SCSI-Controllern benutze stattdessen
CD1:3.5/i386/floppyB35.fs oder aber
CD1:3.5/i386/floppyC35.fs für bessere Laptopunterstützung.
Wenn du weder von einer CD noch von Diskette booten kannst, kannst du per
Netzwerk installieren, indem du PXE benutzt, wie es in INSTALL.i386
beschrieben ist.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst,
solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Um eine Bootdiskette unter MS-DOS zu erstellen, benutze das Programm
,rawrite', das du unter CD1:/3.5/tools/rawrite.exe finden kannst.
Um eine Bootdiskette unter einem Unix-Betriebssystem zu erstellen,
benutze das Programm
dd(1). Es folgt ein Beispielaufruf für
dd(1),
wobei das Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein könnte.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Stelle sicher, dass du ordentlich formatierte und funktionierende
Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE verwendest oder deine Installation wird
höchstwahrscheinlich fehlschlagen. Für mehr Informationen über das
Erstellen einer Bootdiskette oder über das Installieren von OpenBSD/i386
sieh dir bitte FAQ4.1 an.
OpenBSD/vax:
Boote über das Netzwerk per mopbooting wie in INSTALL.vax beschrieben.
OpenBSD/amd64:
Das 3.5er Release von OpenBSD/amd64 befindet sich auf CD2. Boote von der
CD, um die Installation zu starten - du musst möglicherweise deine
BIOS-Einstellungen vorher anpassen.
Wenn du nicht von CD booten kannst, kannst du eine Bootdiskette
generieren, mit der installiert werden kann. Um das zu tun, schreibe
CD2:3.5/amd64/floppy35.fs auf eine Diskette und boote dann vom
Diskettenlaufwerk.
Wenn du weder von CD noch von Diskette booten kannst, kannst du über das
Netzwerk per PXE installieren, wie im INSTALL.amd64-Dokument beschrieben.
Wenn du vorhast, OpenBSD neben einem anderen Betriebssystem zu booten,
solltest du INSTALL.amd64 lesen.
OpenBSD/macppc:
Lege die CD2 in dein CD-ROM-Laufwerk und drücke die Taste C
während des Einschaltens bis der Bildschirm angeht und
OpenBSD/macppc boot anzeigt.
Alternativ kannst du am ,Open Firmware'-Prompt boot cd:,ofwboot
/3.5/macppc/bsd.rd eingeben.
OpenBSD/sparc:
Das 3.5er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD3. Um von dieser
CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle
benutzen - je nach der Version deines ROMs.
ok boot cdrom 3.5/sparc/bsd.rd
oder
> b sd(0,6,0)3.5/sparc/bsd.rd
Wenn deine Sparc kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von Diskette
booten. Um das zu tun, schreibe CD3:3.5/sparc/floppy35.fs auf
eine Diskette. Für mehr Informationen siehe auch
FAQ4.1. Um von einer Diskette
zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen -
je nach der Version deines ROMs.
ok boot floppy
oder
> boot fd()
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Wenn deine Sparc weder ein Disketten- noch ein CD-Laufwerk hat, kannst
du entweder ein bootbares Streamerband bereit machen oder über das
Netzwerk installieren, wie im INSTALL.sparc-Dokument erklärt.
OpenBSD/sparc64:
Lege die CD3 in dein CD-ROM-Laufwerk und gib boot cdrom ein.
Wenn das nicht klappt oder du kein CD-ROM-Laufwerk hast, kannst du
CD3:3.5/sparc64/floppy35.fs auf eine Diskette schreiben und diese
mit boot floppy booten.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE
BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
Du kannst auch CD3:3.5/sparc64/miniroot35.fs auf die
Swap-Partition der Platte schreiben und mit boot disk:b booten.
Wenn nichts davon funktioniert, kannst du auch über das Netz booten, wie
in INSTALL.sparc64 beschrieben.
OpenBSD/alpha:
Schreibe FTP:3.5/alpha/floppy35.fs oder
FTP:3.5/alpha/floppyB35.fs (abhängig von deiner Maschine) auf
eine Diskette und gib boot dva0 ein. Halte dich an die
Anweisungen in INSTALL.alpha für mehr Details.
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE
DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich
fehlschlagen.
OpenBSD/cats:
Nach dem Aktualisieren der Firmware auf mindestens ABLE 1.95 wenn nötig,
boote FTP:3.5/cats/bsd.rd von einem von ABLE unterstütztem
Gerät (wie von einer CD-ROM oder einer existierenden FFS- oder
EXT2FS-Partition).
OpenBSD/hp300:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hp300
befolgst.
OpenBSD/hppa:
Boote über das Netzwerk, indem du die Anweisungen in INSTALL.hppa oder
von der hppa-Plattformseite befolgst.
OpenBSD/mac68k:
Boote MacOS wie immer und partitioniere deine Festplatte mit den
passenden A/UX-Konfigurationen. Dann extrahiere die Tools für die
Mac-Seite von FTP:3.5/mac68k/utils auf deine Festplatte. Starte
Mkfs, um deine Dateisysteme auf der A/UX-Partition zu erstellen, die du
gerade angelegt hast. Benutze dann den BSD/Mac68k-Installer, um alle
Sets von FTP:3.5/mac68k/ auf deine Partitionen zu kopieren.
Schließlich kannst du den BSD/Mac68k-Booter mit dem Ort deines Kernels
konfigurieren und das System booten.
OpenBSD/mvme68k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME68K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme68k für mehr Details.
OpenBSD/mvme88k:
Du kannst ein bootbares Installationsband erstellen oder über das
Netz booten.
Der Netzwerkboot erfordert eine MVME88K-BUG-Version, die die
NIOT- und NBO-Debuggerkommandos unterstützt. Befolge die
Anweisungen in INSTALL.mvme88k für mehr Details.
Bemerkungen zum Quelltext:
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src
beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in
einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu
entpacken:
# mkdir -p /usr/src
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei sys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys
beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um
einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys
# cd /usr/src
# tar xvfz /tmp/srcsys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch
Benutzen dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen
der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es hier
beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres
CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett neu erzeugen
müsste.
Portierungsbaum
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungsbaums.
Um es zu entpacken:
# cd /usr
# tar xvfz /tmp/ports.tar.gz
# cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums
von OpenBSD.
Lies am besten die Portierungs-Seite, wenn du
noch nichts über Portierungen weißt.
Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur
dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu
ermöglichen.
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie
(siehe in der Handbuchseite von
cvs(1) nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierungen dar.
Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs
verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den
Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den
Baum mit diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_3_5
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und
des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines
Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete
erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 3.5 werden verfügbar
gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne einen weiteren Portierung sehen willst, mithelfen willst oder
einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste
ports@openbsd.org abonnieren.
www@openbsd.org
$OpenBSD: 35.html,v 1.29 2012/04/19 23:56:49 ajacoutot Exp $