Am 1. Juni 2001 veröffentlicht
Copyright 1997 - 2001, Theo de Raadt.
ISBN 0-9683637-7-6
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz, srcsys.tar.gz und X4.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien, die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen, sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und Teilsystemen, die in OpenBSD 2.9 integriert wurden. Eine vollständige Liste findet sich im Changelog, das zu 2.9 führt.
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt belassen, sodass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
Spiele mit den BIOS-Optionen herum und versuche, von CD zu booten. Wenn das nicht klappt, schreibe CD1:2.9/i386/floppy29.fs auf eine Diskette und nimm diese als Bootmedium.
Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst, solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Benutze das ,rawrite'-Werkzeug von CD:/2.9/tools/rawrite.exe, um eine Diskette unter MS-DOS zu erstellen. Unter Unix einfach das dd(1)-Werkzeug benutzen. Das folgende Beispiel für dd(1) könnte ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' als Device benutzen.
# dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k
Benutze ausschließlich perfekte und sauber formatierte Disketten OHNE DEFEKTE BLÖCKE oder deine Installation wird wahrscheinlich nicht klappen. Mehr Informationen über die Installation von OpenBSD/i386 gibt es in der FAQ4.1.
Das 2.9er Release von OpenBSD/sparc befindet sich auf CD2. Um von dieser CD zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen - je nach der Version deines ROMs.
> boot cdrom 2.9/sparc/bsd.rd oder > b sd(0,6,0)2.9/sparc/bsd.rd
Wenn deine Sparc kein CD-Laufwerk hat, kannst du alternativ von Diskette booten. Um das zu tun, schreibe ,CD2:2.9/sparc/floppy29.fs' auf eine Diskette. Für mehr Informationen siehe auch FAQ4.1. Um von einer Diskette zu booten, kannst du einen der beiden unten stehenden Befehle benutzen - je nach der Version deines ROMs.
> boot floppy oder > boot fd()
Stelle sicher, dass du eine ordentlich formatierte Diskette OHNE DEFEKTE BLÖCKE benutzt oder deine Installation wird höchstwahrscheinlich fehlschlagen.
Wenn deine Sparc weder ein Disketten- noch ein CD-Laufwerk hat, kannst du entweder ein bootbares Streamerband bereit machen oder über das Netzwerk installieren, wie im INSTALL.sparc-Dokument erklärt.
Erzeuge BSD-Partitionen mit Hilfe der Anleitung in INSTALL.amiga. Dann die CD2 unter AmigaOS als Device CD0 mounten. Als nächstes folgendes CLI-Kommando eingeben: ,CD0:2.9/amiga/utils/loadbsd CD0:2.9/amiga/bsd.rd'
Du kannst mit den Anleitungen aus INSTALL.hp300 über Netzwerk booten.
Boote ganz normal MacOS und partitioniere mit Hilfe der passenden A/UX-Konfigurationen. Danach packst du die Macside-Utilitys von CD2:2.9/mac68k/utils auf deine Festplatte. Als nächstes lässt du Mkfs laufen, um die Dateisysteme zu erzeugen, die du mit Hilfe von A/UX gerade gemacht hast. Danach benutzt du den BSD/Mac68k-Installer, um alle Teile aus CD2:2.9/mac68k/ auf deine Partition zu kopieren. Schlussendlich bist du nun bereit, den BSD/Mac68k-Booter mit dem genauen Ort des Kernels zu konfigurieren und kannst das System booten.
Entweder machst du einen ,diskless boot' oder erzeugst ein Installationsband, wie in INSTALL.sun3 beschrieben.
Hol dir das Release per ftp. Danach machst du einen ,diskless boot' oder bootest über Diskette, wie in INSTALL.alpha beschrieben.
Die Datei src.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src beginnt. Diese Datei enthält bis auf die Kernelquellen, die sich in einer separaten Datei befinden, alles, was man braucht. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src # cd /usr/src # tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei srcsys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das ab /usr/src/sys beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man benötigt, um einen neuen Kernel zu erzeugen. Um es zu entpacken:
# mkdir -p /usr/src/sys # cd /usr/src # tar xvfz /tmp/srcsys.tar.gz
Beide Bäume zusammen ergeben eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Durch Benutzung dieser Bäume ist es möglich, einen Vorsprung beim Benutzen der AnonCVS-Server zu bekommen, wie es unter http://www.OpenBSD.org/de/anoncvs.html beschrieben wird. Das Verwenden dieser Dateien hat ein viel schnelleres CVS-,update' zur Folge, als wenn man den Quelltextbaum komplett erzeugen müsste.
Mitgeliefert wird auch ein Archiv des Portierungsbaums. Um es zu entpacken:
# cd /usr # tar xvfz /tmp/ports.tar.gz # cd ports
Das Unterverzeichnis ports/ ist eine Arbeitskopie des Portierungsbaums von OpenBSD. Lies am besten http://www.OpenBSD.org/faq/de/faq15.html, wenn du noch nichts über Portierungen weißt. Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu ermöglichen.
Selbstverständlich ist das OpenBSD-Portierungssystem nicht vollständig. Es ist zu bezweifeln, dass es das jemals sein wird. Trotzdem wächst es sehr schnell und wird stabiler. Fast alle Portierungen, die ausgeliefert werden, sollten ohne Probleme auf den meisten Architekturen kompilierbar sein (auf i386 zum Beispiel konnten über 1200 Pakete ohne Probleme erzeugt werden).
Das Verzeichnis ports/ stellt eine CVS-Arbeitskopie (siehe in der Handbuchseite für cvs(1)nach, wenn du mit CVS nicht vertraut bist) unserer Portierungen dar. Wie unser kompletter Quelltextbaum ist auch unser Portierungsbaum über anoncvs verfügbar. Um ihn also auf dem Laufenden zu halten, musst du den Verzeichnisbaum ports/ auf einem schreibbaren Medium haben und den Baum diesem Kommando aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd -rOPENBSD_2_9
[Selbstverständlich musst du die Namen des lokalen Verzeichnisses und des Servers mit den Namen deiner lokalen Portierungs-Kollektion und eines Anoncvs-Servers in deiner Nähe austauschen.]
Denk daran, dass die meisten Portierungen über ftp als fertige Pakete erhältlich sind. Aktualisierte Pakete für 2.9 werden verfügbar gemacht, sobald Probleme bekannt sind.
Falls du gerne eine weitere Portierung sehen willst, mithelfen willst oder einfach mehr erfahren willst, solltest du die Mailingliste ports@openbsd.org abonnieren.