Am 15. Juni 2000 veröffentlicht.
Copyright 1997 - 2000, Theo de Raadt.
ISBN 0-9683637-5-X
Was es Neues gibt
Wie man installiert
Wie man den Portierungsbaum benutzt
Ein CD-Set bestellen
Hinweis: Alle anwendbaren Copyrights und Danksagungen können in den jeweiligen Quelltextdateien in den Dateien src.tar.gz, srcsys.tar.gz und X11.tar.gz gefunden werden, oder auch in den Dateien, die über ports.tar.gz geholt werden. Die Distributionsdateien, die benötigt werden, um die Pakete aus der Datei ports.tar.gz zu erzeugen, sind aus Platzgründen nicht auf den CD-ROMs enthalten.
Dies ist eine unvollständige Liste an neuen Funktionalitäten und Teilsystemen, die in OpenBSD 2.7 integriert wurden. Eine vollständige Liste findet sich im Changelog, das zu 2.7 führt.
Es folgen Anweisungen, die du auf einem Zettel hättest, wenn du ein CD-ROM-Set gekauft hättest, statt eine alternative Form der Installation zu wählen. Die Anweisungen für eine Installation per FTP (oder einen anderen Weg) sind sehr ähnlich; die CD-ROM-Anweisungen wurden intakt belassen, sodass du sehen kannst, um wie viel einfacher es gewesen wäre, wenn du stattdessen ein CD-Set gekauft hättest.
Kurzinformation über die Installation für Leute, die bereits mit OpenBSD und dem Kommando ,disklabel -E' vertraut sind. Wenn du bei der Installation von OpenBSD nicht weiter weißt, dann lies die entsprechende INSTALL.*-Datei, die oben aufgelistet ist!
Spiele mit deinen BIOS-Optionen herum und versuche, von CD zu booten. Wenn das nicht klappt, schreibe CD1:2.7/i386/floppy27.fs auf eine Diskette und nehme die als Bootmedium. Wenn du OpenBSD neben anderen Betriebssystemen betreiben willst, solltest du unbedingt das Dokument INSTALL.i386 lesen.
Benutze /2.7/tools/rawrite.exe, um eine Diskette unter MS-DOS zu erstellen. Unter Unix einfach ,dd if=<file> of=/dev/<device> bs=32k' nehmen, wobei Device ,floppy', ,rfd0c' oder ,rfd0a' sein sollte. Nehme nur eine perfekt formatierte Diskette ohne irgendwelche DEFEKTE BLÖCKE, oder es wird nicht klappen!
Um von CD2 zu booten, tippe ,boot cdrom 2.7/sparc/bsd.rd' oder ,b sd(0,6,0)2.7/sparc/bsd.rd' - je nach deiner ROM-Version - ein. Alternativ kannst du CD2:2.7/sparc/floppy27.fs auf eine Diskette schreiben und davon booten, indem du ,boot floppy()' oder ,boot fd()' eingibst - je nach ROM-Version. Schlussendlich gibt es eine dritte Alternative, und zwar das Schreiben von CD2:2.7/sparc/kc.fs und CD2:2.7/sparc/inst.fs auf zwei verschiedene Disketten. Dann einfach die Diskette mit ,kc.fs' nehmen und wie oben beschrieben booten. Sobald das Diskettenlaufwerk die erste Diskette ausspuckt, die mit ,inst.fs' einlegen. Die anstehenden Fragen beantworten, und danach mit der ,kc.fs'-Diskette neustarten. Diesmal, sobald die Diskette ausgeworfen wird, einfach die ,kc.fs' wieder einlegen und weitere Fragen beantworten.
Erzeuge BSD-Partitionen mit Hilfe der Anleitung in INSTALL.amiga. Dann die CD2 unter AmigaOS als Device CD0 mounten. Als nächstes folgendes CLI-Kommando eingeben: ,CD0:2.7/amiga/utils/loadbsd CD0:2.7/amiga/bsd.rd'
Boote gemäß den Anweisungen in INSTALL.hp300 über das Netzwerk.
Boote ganz normal MacOS und partitioniere mit Hilfe der passenden A/UX-Konfigurationen. Danach packe die Macside-Utilitys von CD1:2.7/mac68k/utils auf deine Festplatte. Als nächstes lass Mkfs laufen, um die Dateisysteme zu erzeugen, die du mit Hilfe von A/UX gerade gemacht hast. Danach benutze den BSD/Mac68k-Installer, um alle Teile aus CD1:2.7/mac68k/ auf deine Partition zu kopieren. Schlussendlich bist du bereit, den BSD/Mac68k-Booter mit dem genauen Ort des Kernels zu konfigurieren und kannst das System booten.
Hol dir das Release via ftp. Dann kannst du entweder einen ,diskless boot' aufsetzen oder ein Installationsband machen, so wie in INSTALL.sun3 beschrieben.
Die Datei src.tar.gz enthält ein Archiv mit Quelltext, das in /usr/src liegen sollte. Diese Datei enthält alles, was man braucht - bis auf die Kernelquellen, die sich in einer separaten Datei befinden. Um den Quelltext zu entpacken, gib einfach das hier ein:
# mkdir -p /usr/src # cd /usr/src # tar xvfz /tmp/src.tar.gz
Die Datei srcsys.tar.gz enthält ein Quelltextarchiv, das in /usr/src/sys beginnt. Diese Datei enthält alle Kernelquellen, die man braucht, um einen neuen Kernel zu erzeugen.
# mkdir -p /usr/src/sys # cd /usr/src # tar xvfz /tmp/srcsys.tar.gz
Beide Archive enthalten eine reguläre CVS-Arbeitskopie. Wenn man diese Bäume benutzt, ist es möglich, die anoncvs-Server wie auf http://www.OpenBSD.org/de/anoncvs.html beschrieben zu benutzen. Wenn man diese Dateien benutzt, hat man ein viel schnelleres erstes Update, als wenn man einen frischen, eigenen OpenBSD-Quelltextbaum mit Hilfe von CVS baut.
Es gibt auch ein Archiv des Portierungsbaums. Um es zu entpacken, gib einfach Folgendes ein:
# cd /usr # tar xvfz /tmp/ports.tar.gz # cd ports # ls ...
Das Unterverzeichnis ports/ ist ein Kontrollpunkt für den Portierungsbaum von OpenBSD. Lies am besten http://www.OpenBSD.org/faq/de/faq15.html, wenn du noch nichts über Portierungen weißt. Dieser Text ist keine Anleitung, wie man die Portierungen benutzt, sondern nur dazu da, um den Leuten den Einstieg in das OpenBSD-Portierungssystem zu ermöglichen.
Wie man sehen kann ist das OpenBSD-Portierungssystem nicht vollständig. Das liegt daran, dass die volle Integration von Portierungen in OpenBSD noch ein sehr junges Projekt ist. Wir glauben, dass die bereitgestellten Portierungen stabil sind, aber es ist sehr wichtig zu verstehen, dass die Portierungen die Funktionalität in Zukunft noch stärker beeinflussen werden.
Wie gerade festgestellt, werden die Portierungen in Zukunft stark wachsen. Das Verzeichnis ports/ hat eine CVS-Arbeitskopie integriert (Lies im Zweifel die Handbuchseite von cvs(1)). So wie unseren gesamten Quelltext, gibt es auch den Portierungsbaum per CVS. Um also auf einem aktuellen Stand zu bleiben, musst du den Portierungsbaum auf einem Schreib-Lese-Medium (Festplatte, ZIP, CD-RW usw.) mit einem Kommando wie dem folgenden aktualisieren:
# cd [portsdir]/; cvs -d anoncvs@server.openbsd.org:/cvs update -Pd
[Selbstverständlich musst du sowohl das lokale Verzeichnis, als auch den Servernamen mit dem Ort deines Portierungsbaums und deines bevorzugten anoncvs-Servers ersetzen.]
Bei Problemen wie immer einfach unsere Webseiten kontaktieren, da das ganze eben noch keine vollständig fertige Sache ist.
Schlussendlich ist Hilfe trotzdem nie weit. Wenn du gerne eine weitere Portierung sehen willst, selber dabei helfen willst, oder einfach nur mehr darüber erfahren willst, abonniere einfach die Mailingliste ports@openbsd.org.